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Rebfläche: Auf 64.240 Hektar wachsen Keltertrauben

Rebfläche: Auf 64.240 Hektar wachsen Keltertrauben

Rheinland-Pfalz verfügt nach einer vorläufigen Auswertung der Weinbaukartei aktuell über eine bestockte Rebfläche zur Keltertraubenproduktion von 64.242 Hektar. Die Anbaufläche nahm nach Angaben des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 68 Hektar zu. Die Fläche für Weißweine beträgt 46.009 Hektar (plus 0,5 Prozent) und die mit roten Rebsorten bestockte Fläche 18.233 Hektar (minus 0,9 Prozent). Damit setzte sich der Trend fort, dass die Winzerinnen und Winzer wieder auf weiße Rebsorten setzen.

Rebsorten

Rheinland-Pfalz ist zwar für seine Rieslinge bekannt; aber zunehmend gewinnen weiße Rebsorten aus der Burgunderfamilie an Bedeutung. Die weißen Burgundersorten wachsen inzwischen auf 9.240 Hektar oder 14 Prozent der bestockten Rebflächen. Die größte Bedeutung, gemessen an der Fläche, innerhalb der weißen Burgunderfamilie hat der Ruländer oder Grauburgunder. Er verzeichnete zugleich mit 224 Hektar den größten Flächenzuwachs im Vergleich zum Vorjahr. Die Anbaufläche wurde auf 4.064 Hektar ausgeweitet. Die Flächenzuwächse beim Weißburgunder und Chardonnay betrugen 130 bzw. 61 Hektar. Weißburgunder wächst jetzt auf 3.356 Hektar und Chardonnay auf 1.674 Hektar. Zur weißen Burgunderfamilie gehört noch der Auxerrois (147 Hektar). Eine größere Flächenausdehnung erfuhr Sauvignon blanc mit 176 Hektar; er wächst jetzt auf 1.030 Hektar.

Die größte Anbaufläche hat nach wie vor Riesling. Mehr als ein Viertel der bestockten Rebflächen (17.611 Hektar) sind mit dieser Sorte bepflanzt. Das stellt einen neuen Höchststand dar. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Fläche um 142 Hektar zu. An Fläche im Weißweinsegment verloren vor allen Müller-Thurgau, (7.540 Hektar; minus 256 Hektar), Kerner (1.862 Hektar; minus 119 Hektar) und Silvaner (2.955 Hektar; minus 113 Hektar).

Im roten Segment wiesen nur wenige Sorten einen Flächenzuwachs auf. Mit einem Plus von 25 auf 551 Hektar war beim Merlot die größte Zunahme zu verzeichnen. Spätburgunder (4.248 Hektar) gewann 16 Hektar hinzu. Bezogen auf die Fläche verloren insbesondere Portugieser (minus 142 Hektar), Dornfelder (minus 46 Hektar) und Regent (minus 21 Hektar). Portugieser kommt noch auf ein Anbauareal von 2.559 Hektar. Die Anbauareale von Dornfelder und Regent betragen 7.011 bzw. 1.342 Hektar.

Anbaugebiete

Die sechs Weinanbaugebiete des Landes weisen unterschiedliche Größen und Rebsortenspiegel auf. Die bestockte Rebfläche Rheinhessens, dem größten Anbaugebiet Deutschlands, nahm um 128 Hektar auf 26.745 Hektar zu. Die wichtigsten Rebsorten sind dort Riesling (4.735 Hektar) und Müller-Thurgau (4.188 Hektar) vor Dornfelder mit 3.373 Hektar. Die Pfalz (23.552 Hektar; minus 100 Hektar) verfügt mit 5.863 Hektar über das größte Rieslinganbauareal, gefolgt von Dornfelder (2.902 Hektar), Müller-Thurgau (1.875 Hektar) und Ruländer (1.716 Hektar) sowie dem Spätburgunder (1.683 Hektar). Im rheinland-pfälzischen Teil des Anbaugebiets Mosel dominiert der Riesling (5.423 Hektar). Er wächst auf 63 Prozent der bestockten Rebfläche von 8.655 Hektar (plus 9 Hektar). Das Weinanbaugebiet Nahe gehört mit 4.240 Hektar zu den mittelgroßen Anbaugebieten. Die führenden Rebsorten sind Riesling (1.220 Hektar), Müller-Thurgau (522 Hektar) und Dornfelder (419 Hektar). Die Weinbauregion Ahr ist bekannt für ihre Rotweine. Auf 83 Prozent der Anbaufläche von 563 Hektar wachsen rote Rebsorten. Angeführt wird das Sortiment vom Spätburgunder (369 Hektar). Am Mittelrhein (450 Hektar) dominiert, wie an der Mosel, der Riesling den Anbau. Sein Anteil beläuft sich dort auf 67 Prozent.

Mit dem Inkrafttreten des neuen EU-Genehmigungssystems für Rebpflanzungen zum 1. Januar 2016 ist ein kommerzieller Weinanbau im gesamten Bundesgebiet zulässig. Der Anbau von Rebflächen zur Weinerzeugung ist somit in Deutschland nicht mehr auf die 13 Weinanbaugebiete begrenzt. Der Umfang dieser Rebflächen beträgt derzeit in Rheinland-Pfalz rund 36 Hektar.

Die Angaben basieren auf einer vorläufigen sekundärstatistischen Auswertung der EU-Weinbaukartei, die von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz geführt wird. Der Rebsortenspiegel beinhaltet eine Aufstellung der angepflanzten Rebsorten einer Region, z. B. eines Bundeslandes. Hierbei wird die Rebfläche der einzelnen Sorten im Allgemeinen in Hektar (1 Hektar = 10.000 m²) angegeben. Da es sich noch um vorläufige Daten handelt, stehen Ergebnisse für Gemeinden noch nicht zur Verfügung.

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Wirtschaft, Landwirtschaft, Umwelt, Register)

Industrieproduktion im September 2018 fast unverändert

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion blieb im September 2018 gegenüber dem Vormonat fast unverändert. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex, der die mengenmäßige Ausbringung der Industrie misst, nur um 0,2 Prozent über dem Niveau von August 2018.

In zwei der drei industriellen Hauptgruppen war der Güterausstoß im September höher als im Vormonat: Die Konsumgüterproduktion legte um 2,6 Prozent zu, und die Hersteller von Investitionsgütern steigerten ihren Output um zwei Prozent. In der Vorleistungsgüterindustrie war die Ausbringung hingegen leicht rückläufig (minus 0,8 Prozent).

Von den drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes erhöhten zwei im September ihre Produktion: In der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die zur Investitionsgüterindustrie zählt und die zweitgrößte Branche ist, nahm der Output deutlich um 5,7 Prozent zu. Einen leichten Zuwachs um 0,6 Prozent gab es im Maschinenbau, der ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie gehört und gemessen am Umsatz in Rheinland-Pfalz die drittgrößte Industriebranche ist. Lediglich in der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die umsatzstärkste Branche ist, sank der Güterausstoß leicht um 0,6 Prozent.

Die Ausbringung der rheinland-pfälzischen Industrie lag im September 2018 deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats (plus 22,8 Prozent). Der Grund dafür ist eine starke Outputsteigerung in der Konsumgüterindustrie, die allerdings mit einem Sondereffekt in einem Teilbereich der Konsumgüterproduktion zusammenhängt. In den beiden anderen Hauptgruppen war der Güterausstoß rückläufig. Von den drei umsatzstärksten Industriebranchen verbuchte lediglich die Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie einen Anstieg der Produktion.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Auftragseingänge der Industrie im September 2018 deutlich gestiegen

Im September 2018 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie deutlich gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 5,1 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Dies ist auf die günstige Entwicklung des Auslandsgeschäfts zurückzuführen (plus 8,2 Prozent); die Bestellungen aus dem Inland erhöhten sich nur leicht (plus 0,4 Prozent).

Das Ordervolumen stieg in zwei der drei industriellen Hauptgruppen. Die Nachfrage nach Investitionsgütern legte kräftig um 11,5 Prozent zu. In der Konsumgüterindustrie gingen ebenfalls deutlich mehr Bestellungen ein als im Vormonat (plus 9,2 Prozent). Die Hersteller von Vorleistungsgütern mussten hingegen einen Rückgang der bereinigten Auftragseingänge hinnehmen (minus 2,3 Prozent).

Zwei der drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes konnten im September von einer Nachfragesteigerung profitieren. Zwar sank das Ordervolumen in der Chemieindustrie, die die umsatzmäßig größte Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, um 4,1 Prozent. Dafür verzeichneten die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die gemessen am Umsatz in der Industrie an zweiter Stelle stehen, einen kräftigen Anstieg der Auftragseingänge (plus 17 Prozent). Im Maschinenbau, der drittgrößten Branche, lagen die Bestellungen ebenfalls über dem Niveau des Vormonats (plus 5,3 Prozent).

Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es deutliche Zuwächse. Die bereinigten Auftragseingänge waren im September 2018 um 11,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Dieser Anstieg ist auf eine erhöhte Nachfrage aus dem Ausland zurückzuführen; das Ordervolumen aus dem Inland war rückläufig. Während die Bestellungen in der Investitions- und in der Konsumgüterindustrie zunahmen, musste die Vorleistungsgüterindustrie Einbußen hinnehmen. In zwei der drei umsatzstärksten Branchen – in der Chemieindustrie sowie im Maschinenbau – gingen im September 2018 weniger Aufträge ein als ein Jahr zuvor. Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen verbuchten hingegen einen kräftigen Zuwachs.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Teuerungsrate erreicht im Oktober den höchsten Stand seit zehn Jahren

Die Teuerungsrate ist im Oktober 2018 weiter gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex um 2,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Das ist die höchste Steigerung seit September 2008. Im September 2018 hatte die Inflationsrate plus 2,4 Prozent betragen.

Energie war im Oktober 2018 erneut deutlich teurer als im Vorjahresmonat (plus 10,1 Prozent). Dies ist auf kräftige Preissteigerungen bei Mineralölprodukten zurückzuführen (plus 23,1 Prozent). Sowohl die Preise für Heizöl als auch die Kraftstoffpreise stiegen gegenüber Oktober 2017 deutlich (plus 49,7 Prozent bzw. plus 16,2 Prozent). Die Umlage für Zentralheizung und Fernwärme erhöhte sich um 2,9 Prozent. Während die Strompreise gegenüber dem Vorjahresmonat leicht zunahmen (plus 0,5 Prozent), waren die Gaspreise rückläufig (minus 1,4 Prozent).

Die Preise für Nahrungsmittel nahmen dagegen weniger stark zu als in den Vormonaten. Sie lagen im Oktober 1,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Die höchste Steigerung gab es bei Gemüse (plus 9,6 Prozent). Die Preise für Molkereiprodukte und Eier zogen ebenfalls deutlich an (plus 4 Prozent). Günstiger wurden Speisefette und -öle (minus 4,2 Prozent), Obst (minus 2,2 Prozent) sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (minus 1,2 Prozent).

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