Donnerstag, 14. November 2019

Letztes Update:05:45:22 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Rund 64.400 Hektar bestockte Rebfläche in Rheinland-Pfalz

Rund 64.400 Hektar bestockte Rebfläche in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz verfügt aktuell – nach einer vorläufigen Auswertung der Weinbaukartei – über eine bestockte Rebfläche zur Keltertraubenproduktion von 64.423 Hektar. Die Anbaufläche nahm nach Angaben des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 153 Hektar zu (plus 0,2 Prozent). Die Keltertraubenfläche für Weißweine beträgt 46.347 Hektar (plus 0,7 Prozent) und die mit roten Rebsorten bestockte Fläche 18.076 Hektar (minus 0,9 Prozent). Damit setzte sich der Trend, dass die Winzerinnen und Winzer wieder auf weiße Rebsorten setzen, weiter fort.

Rebsorten

Die weiterhin mit Abstand bedeutendste Rebsorte in Rheinland-Pfalz ist der Riesling mit 17.751 Hektar (38,3 Prozent der Weißweinrebsorten; 27,6 Prozent der gesamten bestockten Rebfläche). Das stellt einen neuen Höchststand dar. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Fläche um 117 Hektar zu. An Fläche im Weißweinsegment verloren vor allen Müller-Thurgau, (7.315 Hektar; minus 224 Hektar), Silvaner (2.856 Hektar, minus 97 Hektar), und Kerner (1.768 Hektar; minus 92 Hektar). Mit 13,8 Prozent haben mit Sauvignon blanc bepflanzte Rebflächen von 2018 auf 2019 anteilig am stärksten zugelegt (plus 142 Hektar). Er wächst jetzt auf 1.174 Hektar. Beim Ruländer (Grauburgunder) ist mit 264 Hektar die größte absolute Zunahme der Rebfläche auf 4.329 Hektar im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Die weißen Burgundersorten wachsen inzwischen auf 9.734 Hektar oder 15,1 Prozent der bestockten Rebflächen. Die Flächenzuwächse beim Weißburgunder und Chardonnay betrugen 146 bzw. 77 Hektar. Weißburgunder wächst jetzt auf 3.504 Hektar und Chardonnay auf 1.752 Hektar. Zur weißen Burgunderfamilie gehört noch der Auxerrois (149 Hektar).

Im roten Segment wiesen nur wenige Sorten einen Flächenzuwachs auf. Mit einem Plus von 31 auf 582 Hektar war beim Merlot die größte Zunahme zu verzeichnen. Spätburgunder (4.255 Hektar) gewann sieben Hektar hinzu. Bezogen auf die Fläche verloren insbesondere Portugieser (minus 118 Hektar), Dornfelder (minus 73 Hektar) und Regent (minus 26 Hektar). Damit setzen sich die Tendenzen aus den Vorjahren fort. Dornfelder kommt noch auf ein Anbauareal von 6.937 Hektar. Die Anbauareale von Portugieser und Regent betragen 2.440 bzw. 1.316 Hektar.

Anbaugebiete

Die sechs Weinanbaugebiete des Landes weisen unterschiedliche Größen und Rebsortenspiegel auf. Die bestockte Rebfläche Rheinhessens, dem größte Anbaugebiet Deutschlands, nahm um 96 Hektar auf 26.854 Hektar zu. Die wichtigsten Rebsorten sind dort Riesling (4.854 Hektar) und Müller-Thurgau (4.085 Hektar) vor Dornfelder mit 3.344 Hektar. Die Pfalz (23.683 Hektar) konnte mit einem Rebflächenzuwachs von 129 Hektar die Anbauflächenreduzierung des Vorjahres überkompensieren. In der Pfalz liegt mit 5.894 Hektar die größte Rieslingfläche, gefolgt von Dornfelder (2.869 Hektar), Ruländer (1.830 Hektar) und Müller-Thurgau (1.808 Hektar) sowie dem Spätburgunder (1.690 Hektar). Im rheinland-pfälzischen Teil des Anbaugebiets Mosel dominiert der Riesling (5.405 Hektar). Er wächst auf rund 63 Prozent der bestockten Rebfläche von 8.588 Hektar (minus 85 Hektar). Das Weinanbaugebiet Nahe gehört mit 4.239 Hektar zu den mittelgroßen Anbaugebieten. Die führenden Rebsorten sind Riesling (1.227 Hektar), Müller-Thurgau (507 Hektar) und Dornfelder (413 Hektar). Die Weinbauregion Ahr ist bekannt für ihre Rotweine. Auf gut 82 Prozent der Anbaufläche von 562 Hektar wachsen rote Rebsorten. Angeführt wird das Sortiment vom Spätburgunder (367 Hektar). Am Mittelrhein (448 Hektar) dominiert, wie an der Mosel, der Riesling den Anbau. Sein Anteil beläuft sich dort auf 66 Prozent.

Mit dem Inkrafttreten des neuen EU-Genehmigungssystems für Rebpflanzungen zum 1. Januar 2016 ist ein kommerzieller Weinanbau im gesamten Bundesgebiet zulässig. Die Anlage von Rebflächen zur Weinerzeugung ist somit in Deutschland nicht mehr auf die 13 Weinanbaugebiete begrenzt. Der Umfang der Rebflächen, die dem sogenannten ‚Deutschweingebiet‘ angehören, beträgt derzeit in Rheinland-Pfalz rund 49 Hektar (plus 14 Hektar). Dabei handelt es sich um Rebflächen außerhalb der im Weinrecht festgelegten Weinanbaugebiete (Gebiete mit geschützter Ursprungsbezeichnung und Gebiete mit geschützter geographischer Angabe). Die deutschen bezeichnungsrechtlichen Vorschriften sind im Weingesetz, in der Weinverordnung und den jeweiligen Landesverordnungen der Weinbau treibenden Bundesländer geregelt.

Die Angaben basieren auf einer vorläufigen sekundärstatistischen Auswertung der EU-Weinbaukartei, die von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz geführt wird. Der Rebsortenspiegel beinhaltet eine Aufstellung der angepflanzten Rebsorten einer Region, z. B. eines Bundeslandes. Hierbei wird die Rebfläche der einzelnen Sorten im Allgemeinen in Hektar (1 Hektar = 10.000 m²) angegeben. Da es sich noch um vorläufige Daten handelt, stehen Ergebnisse für Gemeinden noch nicht zur Verfügung.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

Auftragseingänge der Industrie im September 2019 gesunken

Die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie ist im September 2019 gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 4,7 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Der Grund dafür ist ein Rückgang der Bestellungen aus dem Ausland (minus acht Prozent). Das Ordervolumen aus dem Inland erhöhte sich leicht um 0,8 Prozent.

Die bereinigten Auftragseingänge waren in zwei der drei industriellen Hauptgruppen rückläufig. In der Konsumgüterindustrie fielen die Bestellungen im September um 13 Prozent geringer aus als im August. Aber auch die Nachfrage nach Investitionsgütern sank mit zweistelliger Rate (minus 10,5 Prozent). In der Vorleistungsgüterindustrie erhöhte sich das Ordervolumen hingegen um 2,3 Prozent.

Der Nachfragerückgang in der Investitionsgüterindustrie wird verursacht durch Einbußen in den beiden umsatzstärksten Branchen dieses Bereichs. Ein Minus von 17,4 Prozent verzeichneten die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die zur Investitionsgüterindustrie gehören und die zweitgrößte Industriebranche im Land bilden. Auch im Maschinenbau, der drittgrößten Branche, die ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie zählt, sank das Ordervolumen (minus 5,3 Prozent). In der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die umsatzstärkste Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, nahm das Ordervolumen hingegen um drei Prozent zu.

Die bereinigten Auftragseingänge lagen auch deutlich unter dem Niveau des September 2018 (minus 19,4 Prozent). Sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft lief schlechter als ein Jahr zuvor (minus 5,7 bzw. minus 26,8 Prozent). In zwei der drei Hauptgruppen waren die Bestellungen rückläufig; lediglich in der Vorleistungsgüterindustrie gab es einen leichten Zuwachs. In zwei der drei umsatzstärksten Industriebranchen sank die Nachfrage. Nur in der Chemieindustrie war das Ordervolumen im September höher als im Vorjahresmonat.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

ISB senkt Zinsen der Wohneigentumsdarlehen

Kauf oder Bau von Wohnimmobilien noch günstiger finanzieren

Mainz, 31. Oktober 2019. Vor dem Hintergrund des weiterhin sehr niedrigen Zinsniveaus senkt die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) ab 1. November 2019 die Zinsen im Wohneigentumsprogramm: Bei einer Laufzeit von 10 Jahren verringern sich die Zinsen von bisher 0,65 auf 0,25 Prozent, bei einer 15-jährigen Laufzeit von bisher 1,0 auf 0,6 Prozent, bei einer Laufzeit von 20 Jahren von 1,25 auf 0,85 Prozent sowie bei Darlehen mit Laufzeit bis zur vollständigen Tilgung von bisher 1,35 auf 1,15 Prozent. Unverändert bleibt, dass die Darlehen einkommensabhängig gewährt werden und dank Tilgungszuschüssen, die je nach der Höhe des Haushaltseinkommens 5,0 oder sogar 7,5 Prozent betragen können, nicht komplett zurückgezahlt werden müssen. Weitere Informationen erhalten Interessierte auf wohnraumfoerderung-isb.de und unter der Telefonnummer 06131 6172-1991.

Saskia Ruschig ist die Beste

Mitarbeiterin der Unfallkasse Rheinland-Pfalz als Beste des Bachelorstudiengangs ausgezeichnet

„Herzlichen Glückwunsch, es darf gefeiert werden“: Unter diesem Motto stand der Festakt zur Verabschiedung der rund 100 Absolventinnen und Absolventen, die an der Hochschule der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in Bad Hersfeld den Bachelorstudiengang abgeschlossen haben.

Saskia Ruschig, Mitarbeiterin der Unfallkasse Rheinland-Pfalz und Absolventin des Studiengangs Sozialversicherung, Schwerpunkt Unfallversicherung, hatte an diesem Abend besonderen Grund zum Feiern: Sie wurde als Jahrgangsbeste ausgezeichnet.

Erfreut und beeindruckt von ihren hervorragenden Leistungen zeigten sich auch
Manfred Breitbach, Geschäftsführer der Unfallkasse Rheinland-Pfalz, und Benjamin Heyers, Leiter der Zentralabteilung, als sie Saskia Ruschig zu ihrem Erfolg gratulierten und ihr einen Blumenstrauß überreichten. Die prachtvoll geschmückte Schilde-Halle bot den zahlreichen Gästen und Begleitpersonen einen ganz besonderen Rahmen für die Feierlichkeiten und Übergabe der Urkunden und Zeugnisse.

Saskia Ruschig, die nun den akademischen Grad des Bachelor of Arts tragen darf, ist nun bei der Unfallkasse als Schwerfall-Sachbearbeiterin für Berufskrankheiten in der Abteilung Rehabilitation und Entschädigung tätig.

Foto: Manfred Breitbach, Geschäftsführer der Unfallkasse Rheinland-Pfalz, Saskia Ruschig mit ihrem Verlobten Jonas Paulzen und Benjamin Heyers, Leiter Zentralabteilung der Unfallkasse.

Teuerungsrate erreicht im Oktober den niedrigsten Wert seit November 2016

Im Oktober 2019 lag der Verbraucherpreisindex um 0,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, fällt damit die Teuerungsrate auf den niedrigsten Wert seit November 2016. Im September 2019 hatte die Inflationsrate plus 1,1 Prozent betragen.

Die Energiepreise haben weiterhin einen dämpfenden Einfluss auf die Preisentwicklung; sie verringerten sich binnen Jahresfrist um vier Prozent. Merkliche Preissenkungen gab es vor allem bei Mineralölprodukten, die sich innerhalb eines Jahres um 12,4 Prozent verbilligten. Sowohl die Preise für Heizöl (einschließlich Umlage) als auch die Kraftstoffpreise sanken gegenüber Oktober 2018 spürbar (minus 12,5 Prozent bzw. minus 10,3 Prozent). Für Fernwärme und Strom mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher dagegen mehr bezahlen (plus 2,9 bzw. plus 3,3 Prozent). Die Preise für Gas (einschließlich Umlage) legten ebenfalls gegenüber dem Vorjahresmonat zu (plus 1,8 Prozent).

Die Nahrungsmittelpreise erhöhten sich leicht. Sie lagen im Oktober 2019 um 0,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die höchste Steigerung gab es bei Fleisch und Fleischwaren (plus 4,9 Prozent). Wesentlich tiefer in die Tasche greifen mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher auch beim Kauf von Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchten; die Preise waren um 4,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Starke Preissenkungen waren hingegen bei Speisefetten und -ölen zu verzeichnen (minus 12,2 Prozent). Zum Beispiel verbilligte sich Butter um 17,4 Prozent. Gemüse wurde ebenfalls günstiger (minus 4,8 Prozent; darunter Kartoffeln minus 13,2 Prozent).

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, blieb unverändert. Sie lag im Oktober wie im September bei plus 1,5 Prozent.

Unter den zwölf Abteilungen gab es bei den alkoholischen Getränken und Tabakwaren gegenüber dem Vorjahresmonat die größten Preissteigerungen (plus 2,6 Prozent). Die stärksten Preisrückgänge wurden in der Abteilung „Verkehr“ registriert (minus 1,2 Prozent). Hierzu trugen vor allem die Kraftstoffpreise bei, die deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats lagen. Im Bereich „Post und Telekommunikation“ mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso weniger bezahlen (minus 0,5 Prozent).

Veränderungen gegenüber September 2019

Im Vergleich zum Vormonat blieb der Verbraucherpreisindex im Oktober 2019 unverändert. In der Abteilung „Bekleidung und Schuhe“ lagen die Preise über dem Niveau des Vormonats (plus 1,6 Prozent). An zweiter Stelle folgt der Bereich „Möbel, Leuchten, Geräte u. a. Haushaltszubehör“ mit einem Plus von 0,4 Prozent. Vier der zwölf Abteilungen verzeichneten Preisrückgänge; am stärksten verringerten sich die Preise in den Abteilungen „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ sowie „Verkehr“ mit minus 0,5 bzw. minus 0,3 Prozent.

Die Veränderung des Verbraucherpreisindexes (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 18 Preisermittlerinnen bzw. Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preise von 600 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sogenannte Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.

Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. In dieser Pressemitteilung wird die Veränderung des Gesamtindexes ohne Energie und Nahrungsmittel als Kerninflationsrate bezeichnet.

Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat Oktober 2019 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 5. November 2019 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat VGR, ETR, Arbeitsmarkt, Verdienste / Preise)

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL