Dienstag, 01. Dezember 2020

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US-Präsidentschaftswahlen: Die Vereinigten Staaten sind zweitgrößter Exportpartner

Die USA sind seit Jahrzehnten einer der wichtigsten Handelspartner der rheinland-pfälzischen Wirtschaft. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes aus Anlass der Präsidentschaftswahl am 3. November wurden im Jahr 2019 Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 5,2 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten exportiert, was einem Zehntel des Gesamtexports von Rheinland-Pfalz entspricht. Die USA lagen hinter Frankreich an zweiter Stelle der wichtigsten Zielländer.

Aus den USA wurden 2019 Waren im Wert von 2,6 Milliarden nach Rheinland-Pfalz eingeführt, das waren 6,5 Prozent des Gesamtwerts. Unter den wichtigsten Einfuhrländern lagen die USA auf Rang sechs.

Bei fast einem Drittel der exportierten Waren handelt es sich um pharmazeutische Produkte wie beispielsweise Arzneien für therapeutische oder chirurgische Zwecke. Mehr als ein Zehntel der aus den USA eingeführten Waren stammen aus der Luft- und Raumfahrtindustrie, dazu gehören Motoren und Triebwerke für Luftfahrzeuge, aber auch Hubschrauber.

Tourismus

Auch Touristen aus den USA sind in Rheinland-Pfalz gerne gesehen. Unter den Besuchern aus dem Ausland rangierten sie im vergangenen Jahr auf Rang drei – wenn auch mit deutlichem Abstand zu den Niederlanden und Belgien. Insgesamt buchten 158.400 US-Bürger 423.500 Übernachtungen im Land. Vergleichsweise hohe Übernachtungszahlen amerikanischer Gäste sind in der Nähe von US-Militäreinrichtungen zu verzeichnen, so etwa in Kaiserslautern, Landstuhl und Ramstein-Miesenbach.

Bevölkerung

Ende 2019 lebten rund 10.800 US-Bürgerinnen und -Bürger mit alleiniger oder Hauptwohnung in Rheinland-Pfalz, davon rund 6.300 männlichen und rund 4.500 weiblichen Geschlechts. Die Angehörigen der US-Streitkräfte sowie von diplomatischen und konsularischen Vertretungen mit ihren Familienangehörigen zählen nicht zur Bevölkerung, da sie von der Meldepflicht befreit sind.

Die Angaben zum Außenhandel stammen aus der monatlichen Außenhandelsstatistik, die zentral vom Statistischen Bundesamt erhoben und aufbereitet wird. Die Ergebnisse der Fremdenverkehrsangaben basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten, der Betreiber von Camping- und Reisemobilplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen sowie der Kleinbetriebe in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort. Die Angaben zu den hier mit alleiniger oder Hauptwohnung lebenden US-Amerikanern stammen aus der Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2011.

Autorin/Autor: Dr. Noreen Geenen (Referat Unternehmensstatistiken), Gerd Reh (Referat Bevölkerungsstatistik)

IHK-ibi-Handelsstudie 2020: Der rheinland-pfälzische Einzelhandel wird digitaler

Koblenz, 16. Oktober 2020. Jeder zweite Einzelhändler in Rheinland-Pfalz nutzt Online-Vertriebskanäle. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Der deutsche Einzelhandel 2020“ des Forschungsinstituts ibi research an der Universität Regensburg in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie 46 Industrie- und Handelskammern (IHKs). Der Fokus der deutschlandweiten Studie, zu der 1.450 Einzelhändler aller Größenordnungen befragt wurden, lag auf der Digitalisierung. Die Studienergebnisse zeigen, dass der digitale Vertrieb an Bedeutung gewinnt, kleinere Händler im Digitalisierungsprozess jedoch oft hinterherhinken.

In Rheinland-Pfalz setzen immer mehr Händler auf digitale Prozesse

Das stationäre Ladengeschäft ist laut Studie zwar nach wie vor der wichtigste Vertriebskanal des rheinland-pfälzischen Einzelhandels, dennoch gewinnt der Onlinehandel sukzessive an Bedeutung. Demnach vertreiben 49 Prozent der befragten Händler ihre Produkte ausschließlich stationär. 38 Prozent sind so genannte Multikanal-Händler. Das bedeutet, sie bieten ihre Ware sowohl im Laden als auch online an. 13 Prozent der befragten Unternehmen agieren hingegen ausschließlich online.

Im Vergleich zur Vorgängerstudie aus dem Jahr 2017 haben digitale Vertriebsaktivitäten der Händler zugenommen. Der Trend einer Umsatzverlagerung vom klassischen hin zum digitalen Vertriebskanal wird sich in den nächsten fünf Jahren noch weiter fortsetzen. „Dieser Trend hat sich durch die Corona-Pandemie noch einmal deutlich verstärkt“, sagt Dr. Matthias Schmitt, Chefvolkswirt der IHK Trier.

Auch bei innerbetrieblichen Abläufen nimmt der Digitalisierungsgrad zu. Auffällig ist hierbei, dass vor allem mittlere und große Händler digitale Anwendungen nutzen, kleinere Handelsunternehmen ihr Know-how im Onlinebereich jedoch vergleichsweise schlecht einstufen. Das spiegelt sich auch in der Praxis wider: Je größer der Betrieb, desto intensiver werden digitale Anwendungen genutzt. Dies gilt auch für Back-Office-Anwendungen wie Warenwirtschaftssysteme oder Programme zur Kundenverwaltung.

Digitalisierungshemmnisse vor allem bei kleinen Händlern

Für kleine Händler gestaltet sich die praktische Umsetzung des Digitalisierungsprozesses oft schwierig. Das liegt laut der Studie vor allem an fehlenden zeitlichen Ressourcen, rechtlicher Unsicherheit sowie hohen Investitionskosten. „Daher ist es wichtig, insbesondere für kleinere Händler kostengünstige Beratungsangebote zu Digitalisierungsthemen bereitzustellen‘“, sagt Stefan Rommelfanger, Handelsexperte der IHK Trier. Eine starke Abhängigkeit vom Marktplatzbetreiber sowie ein hoher Wettbewerbsdruck sprechen für viele Betriebe gegen den Ausbau des Online-Handels. Auch in der Marktmacht global agierender Online-Händler sowie der zunehmenden, rechtlichen Regulierung sehen die befragten Händler Hindernisse. Damit kleine Händler im Rahmen des Digitalisierungsprozesses nicht abgehängt werden, bedarf es bezahlbarer, fachlicher Unterstützung und der Bereitstellung externen Know-hows. Die rheinland-pfälzischen IHKs stehen hierbei mit Beratung und Informationen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Passend zum Thema bietet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz vom 9. November bis zum 13. November den Betrieben Unterstützung auf dem Weg in die digitale Zukunft. In 19 einzelnen Online-Modulen können sich Betriebe, insbesondere aus den Branchen Hotellerie, Gastronomie, Handel und Industrie, über Digital Recruiting und Employer Branding über E-Commerce und digitale Strategien bis hin zu Social Media Business informieren. Alle Infos und kostenfreie Anmeldung finden sich auf www.ihkhub-koblenz.de/digitalewoche.

Ansprechpartner zur IHK-ibi-Handelsstudie 2020:

IHK Koblenz

Tanja Gille

Tel. 0261 106-291, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

IHK Pfalz

Malin Handrick

Tel. 0621 5904-1520, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

IHK Rheinhessen

Tim Wiedemann

Tel. 06241 9117-50, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

IHK Trier

Stefan Rommelfanger

Tel. 0651 9777-930, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

BWV-Präsidium und Kreisvorsitzende

Unterstützung der Schweinehalter ist dringend erforderlich

Koblenz. Der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Brandenburg und deren zunächst nur schleppende Bekämpfung, der dramatische Preissturz bei Mastschweinen und Ferkeln, die Corona-bedingte Verringerung der nutzbaren Schlachtkapazitäten und die absatzbedingten Schlachtüberhänge und geringere Platzkapazitäten in den Betrieben mit den damit verbundenen wirtschaftlichen Konsequenzen führen zu großen betrieblichen und finanziellen Sorgen der Schweinehalter.

Das Präsidium und die Kreisvorsitzenden haben nun die Resolution „Unterstützung der Schweinehalter dringend erforderlich“ verabschiedet, um Politik und Gesellschaft über die Ursachen dieser für die Landwirtschaft prekären Situation zu informieren und Lösungen einzufordern.

Herbst-Konjunkturumfrage der rheinland-pfälzischen IHKs:

Wirtschaft im mühsamen Aufstieg aus dem Corona-Tal

Mainz, 9. Oktober 2020. Die Stimmung der Wirtschaft in Rheinland-Pfalz zieht zum Herbst 2020 wieder spürbar an, nachdem sie im Frühsommer 2020 durch die Corona-Krise deutlich eingebrochen ist. Das ergab die aktuelle Konjunkturumfrage der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs), basierend auf Antworten von 1.155 Unternehmen mit rund 189.000 Beschäftigten. Der IHK‑Konjunkturklimaindikator, der Lage und Erwartungen der rheinland-pfälzischen Unternehmen in einem Wert zusammenfasst, klettert von 77 Punkten auf 99 Punkte. Damit liegt der IHK-Konjunkturklimaindikator knapp unter der neutralen Grenze von 100 Punkten, der Schwelle zwischen positiver und negativer Gesamtstimmung.

Die Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Situation zeigt mit einem Saldenwert von vier Prozentpunkten (Frühjahr 2020: minus zwölf Prozentpunkte), dass sich die rheinland-pfälzische Wirtschaft auf Erholungskurs befindet. Diese Aussage wird durch Einschätzungen zu den Geschäftserwartungen zwar gestützt. Sie haben sich gegenüber der Umfrage im Frühsommer 2020 maßgeblich verbessert (Herbst 2020: minus sechs Prozentpunkte; Frühsommer 2020: minus 32 Prozentpunkte). Derzeit rechnet jedes fünfte Unternehmen mit einer weiteren Belebung der Geschäftsstätigkeit, fast jedes vierte Unternehmen stellt sich hingegen auf eine schwächere Entwicklung ein. Ein negativer Saldenwert bei den Geschäftserwartungen steht üblicherweise für eine stimmungsmäßig noch überwiegende pessimistische Einschätzung der Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten.

Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz und Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz, kommentiert: „Die rheinland-pfälzische Wirtschaft hat sich aus dem Corona-Tief erfreulicherweise schon ein starkes Stück herausgearbeitet, aber wir sind noch nicht im sicheren konjunkturellen Fahrwasser. Zudem befand sich die rheinland-pfälzische Wirtschaft im Gegensatz zu anderen Bundesländern schon in einer seit Anfang 2019 andauernden Rezession.“

Die Erholung zeigt sich in der gesamten Breite der Wirtschaft. Dabei geht die Industrie, als Taktgeber der rheinland-pfälzischen Wirtschaft, voran. Mit 105 Punkten (Frühsommer 2020: 81 Punkte) liegt der IHK‑Konjunkturklimaindikator leicht im expansiven Bereich. Das Baugewerbe, welches der Krise am besten Stand halten konnte, erreicht sogar 110 Punkte (Frühsommer 2020: 105 Punkte). Das Dienstleistungsgewerbe und der Handel folgen mit 96 Punkten (Frühsommer 2020: 79 Punkte) respektive 89 Punkten (Frühsommer 2020: 67 Punkte).

„Diese ersten Erholungszeichen können jedoch nicht verdecken, dass die Corona-Krise die Unternehmen weiterhin vor beispiellose Herausforderungen stellt“, sagt Rössel. „Der Handel und das Dienstleistungsgewerbe sehen sich einem eingeschränkten und verändertem Konsumverhalten ausgesetzt. Aber auch die exportlastige Industrie in Rheinland-Pfalz ist mit dem Einbruch in den Auslandsmärkten stark betroffen.“ Laut Konjunkturumfrage gehen lediglich 13 Prozent der Industrieunternehmen von einer Belebung des Auslandsgeschäfts aus, während 30 Prozent mit einer Abnahme der Exporte rechnen.

Hinsichtlich der Beschäftigungsbereitschaft beabsichtigen 79 Prozent der Unternehmen ihren Personalbestand mindestens konstant zu halten, während 21 Prozent einen Personalabbau in den kommenden 12 Monaten in Betracht ziehen. „Der massive Einsatz von Kurzarbeit stützt derzeit den Arbeitsmarkt. Hier machen sich bei den Unternehmen die ersten Sorgen breit, dass mit dem Ende der ausgesetzten Insolvenzantragspflicht und dem zeitlich begrenzten Einsatz der Kurzarbeit harte Zeiten auf den Arbeitsmarkt zurollen,“ mahnt Günter Jertz, Hauptgeschäftsführer der IHK Rheinhessen.

Auch wenn sich die Investitionsabsichten im Vergleich zur Vorumfrage verbessert haben, liegen sie weiterhin im negativen Bereich (Herbst 2020: -14 Prozentpunkte; Frühsommer 2020: ‑25 Prozentpunkte). Insbesondere die Investitionsgüterindustrie, die von dem konjunkturellen Einbruch stark betroffen war, weist eine erhebliche Investitionsschwäche auf. Lediglich 17 Prozent der Investitionsgüterproduzenten möchte ihr investives Engagement ausweiten, während 56 Prozent einen Abbau des betriebsinternen Investitionsbudgets planen. „Die durch die Krise angeschlagenen Unternehmensbilanzen, das Risiko einer zweiten Infektionswelle im In- und Ausland sowie die weitreichenden politischen Risiken, wie beispielsweise der ungeordnete Brexit und die bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen, beeinträchtigen dabei die Investitionsbereitschaft der Unternehmen“, erklärt Jertz.

Laut Umfrage stellt die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie weiter die vorherrschende Sorge der rheinland-pfälzischen Unternehmen dar. Diese benennen 74 Prozent der Unternehmen als größtes Risiko. Auch der Inlandsabsatz, der während des „Lockdowns“ teilweise massiv eingebrochen ist, steht für die Unternehmen branchenübergreifend weiterhin unter den Top-Risiken (51 Prozent).

Fast jedes zweite Unternehmen in Rheinland-Pfalz erwartet erst im Verlauf des Jahres 2021, darüber hinaus oder sogar keine Rückkehr zum Vorkrisenniveau. „Es gilt, in die Wettbewerbsfähigkeit von Rheinland-Pfalz zu investieren und die Wachstumskräfte unserer Wirtschaft zu stärken. Das zweite Corona-Positionspapier der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz formuliert dafür konkrete wirtschaftspolitische Empfehlungen. Dazu zählen vor allen Dingen ein Belastungsmoratorium bei Steuer- und Abgabenerhöhungen sowie bei neuen Bürokratielasten bis Ende 2021 und ein Mobilitäts-Investitionsprogramm“, hebt Jertz hervor.

„Gerade die rezessionsgeschwächte rheinland-pfälzische Wirtschaft verdient eine Schonung vor neuen Lasten. Der geplante Digitalisierungsbonus und eine stärkere Förderung von Gründungskultur weisen in die richtige Richtung“, so Jertz abschließend.

Lohnsteuerermäßigung und der Eintrag von Freibeträgen

Aktionswoche: Info-Hotline der Finanzämter gibt Auskunft und Tipps zum Antragsverfahren

Wer als Arbeitnehmer weite Wege zur Arbeit fährt, aus beruflichen Gründen eine Zweitwohnung unterhält oder beispielsweise durch Kinderbetreuungskosten oder Unterhaltszahlungen eine hohe finanzielle Belastung hat, kann sich beim Finanzamt einen Steuerfreibetrag eintragen lassen. Mit einem Antrag auf Lohnsteuerermäßigung können auch Handwerkerleistungen oder Kosten für eine Haushaltshilfe vorab als Freibetrag die monatliche steuerliche Belastung beim Lohnsteuerabzug reduzieren.

Der Steuerfreibetrag kann für einen Zeitraum von zwei Jahren beantragt werden.

Was hierbei zu beachten ist, wie ein solcher Antrag auf Lohnsteuerermäßigung funktioniert und was alles als Freibetrag berücksichtigt werden kann, erläutert die

Info-Hotline der rheinland-pfälzischen Finanzämter vom 26. bis 30. Oktober 2020 im Rahmen der Aktionswoche „Freibeträge und Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren“.

Unter der Rufnummer 0261- 20 17 92 79 stehen die Experten der Steuerverwaltung

von Montag bis Donnerstag, 8:00 bis 17:00 Uhr, und Freitag, 8:00 bis 13:00 Uhr, für Fragen zur Verfügung.

Antrag für 2021

Die erforderlichen Vordrucke für das Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren für das Jahr 2021 sind im Internet unter: https://www.lfst-rlp.de/vordrucke (Lohnsteuer / Lohnsteuerermäßigung 2021) oder vor Ort im Finanzamt erhältlich

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