Freitag, 05. Juni 2020

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Bauhauptgewerbe im Januar 2019: Aufträge und Umsätze niedriger als im Vormonat

Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Januar 2019 weniger Aufträge und niedrigere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes gingen die Auftragseingänge im Vergleich zum Dezember 2018 – kalender- und saisonbereinigt – um 11,9 Prozent zurück. Der baugewerbliche Umsatz verringerte sich um 23,8 Prozent. Im Vergleich zum Januar 2018 erhöhte sich das Ordervolumen dagegen um 5,7 Prozent, der Umsatz zog um 6,9 Prozent an.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Dezember 2018 gingen die bereinigten Auftragseingänge sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau deutlich zurück (minus 14,0 bzw. minus 10,2 Prozent). Die stärksten Auftragseinbußen verzeichnete der sonstige öffentliche Tiefbau (minus 59,6 Prozent). Im gewerblichen Hochbau sowie im Straßenbau blieb das Ordervolumen ebenfalls erheblich hinter dem Vormonatsergebnis zurück (minus 36,0 bzw. minus 15,1 Prozent). Dagegen errechnen sich für den gewerblichen Tiefbau sowie den öffentlichen Hochbau deutliche Auftragszuwächse (plus 14,2 bzw. plus 11,1 Prozent). Gegenüber Januar 2018 wurden im Hochbau kräftige Nachfragesteigerungen registriert (plus 21,5 Prozent). Im Tiefbau gingen die Auftragseingänge um 8,7 Prozent zurück.

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Dezember 2018 errechnet sich im Hochbau ein kräftiger Rückgang der bereinigten Erlöse um 27,9 Prozent. Im Tiefbau blieb der Umsatz um 10,2 Prozent hinter dem Vormonatsergebnis zurück. In allen Bereichen des Bauhauptgewerbes gab es Einbußen. Die stärksten Umsatzeinbußen verzeichnete der öffentliche Hochbau (minus 47,3 Prozent). Aber auch der gewerbliche Hochbau sowie der Straßenbau registrierten deutliche Rückgänge der Erlöse (minus 24,1 bzw. minus 21,5 Prozent). Gegenüber Januar 2018 erhöhten sich dagegen die baugewerblichen Umsätze sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau (plus 9,4 bzw. plus 4,5 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

Arbeitgeberverband Rheinland-Nassau

Tarifeinigung für Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz

Koblenz. Nach langwierigen Verhandlungen, die sich über fast eineinhalb Jahre und drei Verhandlungsrunden hingezogen haben, haben sich die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), der Landwirtschaftliche Arbeitgeberverband Rheinland-Nassau und der Landwirtschaftliche Arbeitgeberverband Rheinhessen-Pfalz auf einen Tarifabschluss für Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz geeinigt. Dank dieses Tarifabschlusses können Betriebe in Rheinland-Pfalz bei Anwendung des Tarifvertrages nunmehr von erheblichen Flexibilisierungen in der Ausgestaltung der Arbeitszeit profitieren, die den tatsächlichen Erfordernissen der saisonal geprägten und von der Witterung abhängigen Branche Rechnung trägt.

So ist es ab April 2019 Arbeitnehmern in Landwirtschaft und Weinbau möglich, während Bestellungs- und Erntezeiten oder bedingt durch Witterungseinflüsse mehr als zehn Stunden täglich zu arbeiten. Auch eine Verkürzung der Ruhezeiten nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit von zehn auf bis zu acht Stunden ist bei entsprechendem Ausgleich zulässig. Ermöglicht wird all dies durch die Einführung von zwei modernen Arbeitszeitmodellen.

Im Rahmen eines Arbeitszeitkontos ist es etwa möglich, bei einem verstetigten Monatsentgelt auf Basis von 174 Stunden, unbegrenzt Minusstunden und bis zu 150 Plusstunden zu sammeln, ohne dass ein Überstundenzuschlag auszuzahlen wäre, wenn im Jahresvergleich ein Schnitt von acht Stunden täglich erreicht wird. Die Anwendung dieser Regelungen ist nur möglich, wenn zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Geltung des Manteltarifvertrags für Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz ausdrücklich vereinbart wird. Im Gegenzug erhalten die Arbeitnehmer zur Kompensation bis zu zwei Tage mehr Urlaub als bisher und Vollbeschäftigte ein Weihnachtsgeld in Höhe von 300 Euro. Die bisher mögliche Winterkündigung ist durch die flexiblen Arbeitszeitmodelle obsolet geworden.

Im Rahmen der Entgelte wurde eine gegenüber der Bundesempfehlung für die Landwirtschaft eine abweichende Laufzeit vereinbart. Während die Bundesempfehlung Lohnsteigerungen bereits zum 1. Januar 2018 vorsah, treten diese in Rheinland-Pfalz erst zum 1. April 2019 in Kraft. Als Ausgleich werden die Löhne in Rheinland-Pfalz über die Laufzeit des Entgelttarifvertrages bis zum 31.12.2020 um 2 Prozent mehr als im Rahmen der Bundesempfehlung erhöht.

Die Landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände freuen sich, dass durch diesen Tarifabschluss gemeinsam mit der IG BAU ein modernes Vertragswerk für die Betriebe in Rheinland-Pfalz geschaffen werden konnte, welches den Mitgliedsbetrieben, die den Tarifvertrag anwenden, echte Vorteile bei der Flexibilisierung der Arbeitszeit bietet. Das Vertragswerk berücksichtigt die Bedürfnisse der saisonal geprägten Betriebe, die sich mit ihren heimischen Produkten auf dem Weltmarkt behaupten müssen.

Betriebe aus der Region Rheinland-Nassau, die Interesse an der Anwendung des Tarifvertrages haben, nehmen bitte Kontakt mit dem Landwirtschaftlichen Arbeitgeberverband Rheinland-Nassau unter 0261/9885-1321 auf.

Berufsorientierung 2019 – Entscheidungshilfe für den richtigen Beruf

Grüne Berufe und deren Perspektiven kennenlernen

Koblenz. Die Landjugend Rheinland-Nassau veranstaltet in den Osterferien ihr jährliches Berufsorientierungsseminar. Angesprochen sind Jugendliche, die bezüglich ihrer anstehenden Berufswahl noch unsicher sind. Vorgestellt werden die 14 Grünen Berufe, also u.a. Landwirt, Winzer, Pferdewirt, Gärtner, usw. Über drei Tage werden verschiedene Betriebe besucht und die Teilnehmer erhalten die Gelegenheit, mit Ausbildern und Azubis über ihren beruflichen Alltag und über die Vor- und Nachteile der jeweiligen Berufe zu sprechen.

Gibt es im familiären Umfeld oder im Bekanntenkreis junge Leute, für die das Seminar interessant sein könnte, so gibt es weiterführende Informationen über das Berufsorientierungsseminar der Landjugend über die Webseite des Landjugendverbandes www.landjugend-rln.de.

Das Seminar findet vom 24. bis 26. April auf der DEULA in Bad Kreuznach statt. Es sind alle eingeladen, die sich über die 14 Grünen Berufe informieren und in diese reinschnuppern wollen. 3 Tage Infos, Betriebsbesichtigungen, Spaß und Action warten auf die Teilnehmer.

Anmeldung und Informationen unter: Landjugend Rheinland-Nassau, Karl-Tesche-Straße 3, 56073 Koblenz, Tel.: 0261/9885-1116, Fax: 0261/9885-1140; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Jede Henne legt alle 32 Stunden ein Ei – Öko-Eier gewinnen an Bedeutung

Im Jahr 2018 gab es in Rheinland-Pfalz 56 spezialisierte Betriebe, in denen insgesamt 741.200 Hennen gehalten wurden. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt wurden gut 202 Millionen Eier erzeugt, das waren 1,6 Prozent der deutschen Produktion von 12,3 Milliarden. Somit stammte 2018 nur eins von 61 in Deutschland produzierten Eiern aus Rheinland-Pfalz. Im Durchschnitt legte eine Henne in Rheinland-Pfalz rund 272 Eier im Jahr. Dies entspricht einem Ei in gut 32 Stunden.

Im Jahr 2018 ist die Eiererzeugung in Rheinland-Pfalz im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Millionen gesunken. Das entspricht einem Rückgang um 2,7 Prozent. Mit 87 Prozent kommen die meisten Eier aus Bodenhaltung (Deutschland: 63 Prozent). Eier aus Freilandhaltung machen 6,8 Prozent der Erzeugung aus (Deutschland: 19 Prozent). Die restlichen Eier kommen aus ökologischer Produktion mit eigenen Vorschriften zum Freigang der Tiere, zur maximalen Herdengröße und zum eingesetzten Futter sowie aus der nach wie vor erlaubten Kleingruppenhaltung in ausgestalteten Käfigen (zusammen 6,2 Prozent). Von 2017 auf 2018 ist die Erzeugung dieser beiden Haltungsformen zusammen um 23,7 Prozent bzw. 2,4 Millionen Eier gestiegen. Der größte Anteil davon ist auf die Steigerung bei der ökologischen Eierproduktion zurückzuführen. Bundesweit ist die Zahl ökologisch produzierter Eier im gleichen Zeitraum um 4,6 Prozent (59,5 Millionen Eier) gestiegen.

Die Statistik erfasst Betriebe von Unternehmen mit 3.000 und mehr Hennenhaltungsplätzen. Von 1.897 Betrieben in Deutschland produzieren 56 in Rheinland-Pfalz. Im Vorjahresvergleich sind damit drei Betriebe, seit 2012 sogar 24 Betriebe hinzugekommen. Davor hatte die Zahl der Betriebe abgenommen. Hierzu hatte auch das absehbare Verbot der konventionellen Käfighaltung in Form von Legebatterien beigetragen, welches zum 1. Januar 2010 in Kraft trat. Mit der Erhebung bei spezialisierten Erzeugern werden nicht alle Legehennen in landwirtschaftlichen Betrieben erfasst. Außen vor bleiben kleine Bestände, die der Eigenversorgung dienen oder auch eine begrenzte regionale Versorgung bieten.

Die Erhebung in Unternehmen mit Hennenhaltung wird monatlich in Unternehmen mit 3.000 und mehr Hennenhaltungsplätzen durchgeführt. Die Unternehmen geben ihre Meldung untergliedert nach Betrieben ab. Unternehmen mit Betrieben in verschiedenen Ländern melden für jedes Land, in dem sie einen Betrieb haben, gesondert. Erhoben werden die Zahl der Hennenhaltungsplätze und der legenden Hennen sowie die Zahl der erzeugten Eier getrennt nach Haltungsformen in den Betrieben. Erhoben werden die Merkmale ausschließlich bei Unternehmen zur Erzeugung von Konsumeiern und Eiern für verarbeitende Betriebe, ohne Geflügelzucht und Geflügelvermehrung. Die Ergebnisse dieser Statistik dienen primär der Produktionsvorausschätzung und Beurteilung der Marktlage für die Erzeugung von Konsumeiern und Eiern für verarbeitende Betriebe.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

Berufliche Perspektive für geflüchtete Menschen

Fit für das Arbeiten in Hotellerie und Gastronomie

Das Gastronomische Bildungszentrum (GBZ) der Industrie- und Handelskammer Koblenz bietet in diesem Jahr fortlaufend Basisqualifikationen im Bereich Hotellerie für Migranten an.

Gefördert werden diese Programme durch verschiedene Institutionen und Verbände mit dem Ziel, Menschen eine berufliche Perspektive zu bieten. Es werden Grundkenntnisse vermittelt, die für das Arbeiten in der Gastronomie notwendig sind. Die Teilnahme ist unabhängig vom Sprachniveau möglich.

Die Seminardauer beträgt üblicherweise drei Monate, der Einstieg ist flexibel realisierbar und endet mit einer IHK-Zertifikatsprüfung. Inhaltliche Themenschwerpunkte sind die Bereiche Küche, Service und Housekeeping. Dabei spielen fachpraktische Inhalte ebenso eine Rolle, wie der kundenorientierte Umgang mit dem Gast.

Die Teilnehmer lernen Standartabläufe im Gastgewerbe kennen. Durch das Arbeiten im Übungshotel, erlangen sie Kenntnisse, die ihnen den Einstieg in das Berufsleben leichter machen. Dazu gehört auch ein entsprechendes Bewerbertraining und das Erkennen der persönlichen Fähigkeiten und Interessen.

Durch die Qualifikation soll erreicht werden, dass die Teilnehmer zukünftig in der Branche einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen können oder sogar vielleicht eine Ausbildung beginnen.

Ausführliche Informationen und Beratungsgespräche zu dem individuell passenden Angebot erhalten Sie unter: 0261 30489-14 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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