Freitag, 05. Juni 2020

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Kurzarbeitergeld: Hinzuverdienst bei Unterstützung in wichtigen Berufen

Der Gesetzgeber hat aufgrund der aktuellen Krise die Hinzuverdienstmöglichkeiten zum Kurzarbeitergeld gelockert: Wer in systemrelevanten Branchen und Berufen unterstützt, kann finanzielle Einbußen ausgleichen.

Erleichterte Hinzuverdienstmöglichkeiten

Vom 1. April bis zum 31. Oktober 2020 tritt eine Sonderregelung in Kraft: Wer während der Kurzarbeit eine Beschäftigung in einem systemrelevanten Bereich aufnimmt, muss sich das dabei verdiente Entgelt nicht auf das Kurzarbeitergeld anrechnen lassen. Dabei darf das Gesamteinkommen aus noch gezahltem Arbeitseinkommen und dem Kurzarbeitergeld sowie dem Hinzuverdienst das normale Nettoeinkommen nicht übersteigen.

Regelung hilft Betroffenen von Kurzarbeit und stärkt systemrelevante Branchen und Berufe

Diese gelockerten Hinzuverdienstregelungen helfen Betroffenen im Kurzarbeitergeldbezug, finanzielle Einbußen auszugleichen. Die Nebentätigkeit ist zudem versicherungsfrei zur Arbeitslosenversicherung.

Unverzichtbar in der aktuellen Krise ist, die Menschen mit Lebensmitteln und anderen Artikeln des täglichen Bedarfs in Deutschland zu versorgen. Insbesondere Betriebe im Lebensmittelhandel und der Landwirtschaft benötigen dringend Arbeitskräfte. Durch die getroffene Sonderregelung können Menschen in Kurzarbeit systemrelevante Wirtschaftszweige unterstützen.

Ob eine Branche bzw. ein Beruf systemrelevant ist, legt die sogenannte Verordnung zur Bestimmung Kritischer Infrastrukturen nach dem BSI- (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) Gesetz fest.

Beispiele für Tätigkeiten, die den systemrelevanten Branchen und Berufen zuzuordnen sind, sind die medizinische Versorgung, die Versorgung von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen mit Lebensmitteln, die Versorgung mit unmittelbar lebenserhaltenden Medizinprodukten und Geräten, Apotheken, der Güterverkehr (z. B. für die Verteilung von Lebensmitteln an den Groß- und Einzelhandel), der Lebensmittelhandel (z. B. Verkauf oder Auffüllen von Regalen), die Lebensmittelherstellung (auch Landwirtschaft) sowie Lieferdienste zur Verteilung von Lebensmitteln.

Hinweis an Radiosender: Sendefertige O-Töne zu den aktuellen Themen können Sie in unserem Mediendienst downloaden:  www.arbeitsagentur.media

Gefälschte Mail an Arbeitgeber zum Kurzarbeitergeld im Umlauf

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) warnt vor einer betrügerischen Mail. Die Absender wollen an persönliche Kundendaten gelangen.

Aktuell erhalten Arbeitgeber und Unternehmen bundesweit unseriöse Mails, die unter der Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. versandt werden. In der Mail wird der Arbeitgeber unter anderem aufgefordert, konkrete Angaben zur Person, zum Unternehmen und zu den Beschäftigten zu machen, um Kurzarbeitergeld zu erhalten.

Im Absender ist keine Telefonnummer für Rückfragen angegeben.

Arbeitgeber sollen auf keinen Fall auf die Mail antworten, sondern diese umgehend löschen.

Die BA ist nicht Absender dieser Mail.

Die BA fordert Arbeitgeber auch nicht per Mail auf, Kurzarbeitergeld zu beantragen.

Informationen zur Beantragung von Kurzarbeitergeld erhalten Betriebe telefonisch unter der zentralen gebührenfreien Hotline für Arbeitgeber 0800 4 5555 20.

Kurzarbeitergeld kann nur über eine Anzeige zum Arbeitsausfall durch den Arbeitgeber erfolgen. Arbeitgeber können Kurzarbeitergeld telefonisch oder online anzeigen. Der Vordruck zur Anzeige und alle Informationen zum Kurzarbeitergeld sind auf der Internetseite der Bundesagentur https://www.arbeitsagentur.de/m/corona-kurzarbeit/ veröffentlicht.

Corona – Präsident Horper dankt den Helfern

Viele Menschen zur Hilfe in der Landwirtschaft und im Weinbau bereit

Koblenz. In der Corona-Krise fallen viele Saisonarbeitskräfte aus Osteuropa aufgrund von Einreiseverboten und Quarantänevorschriften aus. Die Bereitschaft der Bevölkerung, den bäuerlichen Familienbetrieben zu helfen, ist überwältigend.

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, dankt allen Menschen, die bereit sind, ihren Mitbürgern in der Not zu helfen, von Herzen: „Es ist überwältigend, dass Hunderte von Mitmenschen schnell und unkompliziert bereit sind, den Bauern- und Winzerfamilien zu helfen. Das zeigt deutlich, dass den Menschen in Rheinland-Pfalz ihre regionale Landwirtschaft am Herzen liegt. Ab Mitte April beginnt die Saison für Spargel und anschließend, vor allem im Mai, für Erdbeeren und es müssen saisonale Arbeiten an den Reben durchgeführt werden. Es ist ermutigend zu sehen, wie in Sondersituationen die Menschen zusammenrücken.“

Hilfe für die Landwirte in Coronakrise:

Zeitgrenzen für kurzfristige Minijobs werden ausgeweitet

· Erntehelfer aus anderen Ländern können nicht einreisen
· Landwirtschaft steht vor großen Problemen
· Anhebung der Zeitgrenzen für Saisonarbeiter von drei auf fünf Monate

Kurzfristige Minijobs sind gerade in der Landwirtschaft beliebt. Auch hier sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren: Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer  aus angrenzenden Ländern können ihre kurzfristige Beschäftigung in Deutschland nicht aufnehmen. Die Landwirtinnen und Landwirte wissen nicht, wie sie ihre Ernte, etwa Erdbeeren, Spargel oder anderes Gemüse, einfahren sollen.

Die Zeitgrenzen für kurzfristige Minijobs werden von drei auf fünf Monate bzw. von 70 auf 115 Arbeitstage angehoben. Diese Regelung gilt übergangsweise für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 und ermöglicht den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern so einen längeren Einsatz der noch zur Verfügung stehenden Saisonarbeitnehmer und Saisonarbeitnehmerinnen.

Im Unterschied zum „normalen“ 450-Euro-Minijob dürfen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei einem kurzfristigen Minijob mehr als 450 Euro monatlich verdienen. Wichtig dabei ist, dass die Arbeit, wie beispielsweise bei Erntehelferinnen und Erntehelfern, zeitlich begrenzt ist. Um gerade die Landwirte und Landwirtinnen in der Coronakrise wirkungsvoll zu unterstützen, werden diese Zeitgrenzen jetzt angehoben. Aber auch alle anderen Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen profitieren von dieser Regelung, wie beispielsweise Krankenhäuser, die Ärzte und Ärztinnen im Ruhestand befristet einstellen möchten. Wichtig ist nach wie vor, dass die Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeübt wird. Schüler, Schülerinnen, Studenten und Studentinnen, Hausfrauen, Hausmänner, Altersvollrentner und Altersvollrentnerinnen, Pensionäre und Pensionärinnen eignen sich für kurzfristige Beschäftigungen besonders, weil sie grundsätzlich nicht berufsmäßig beschäftigt sind.

Weitere Hintergrundinformationen zu diesem oder anderen Themen rund um die Corona-Pandemie und Minijobs finden Sie auf www.minijob-zentrale.de

Lastschrifteinzug bei der Umsatzsteuervoranmeldung vermeiden

Erleichterungen für von Corona betroffene Unternehmen

Die rheinland-pfälzischen Finanzämter führen bei infolge der Corona-Krise gestellten Anträgen auf Stundung und Vollstreckungsaufschub zur Umsatzsteuer derzeit keine strengen Prüfungen der Voraussetzungen durch.

Eine zeitnahe Abarbeitung der Vielzahl der Anträge - noch vor dem nächsten fälligen Lastschrifteinzug der Umsatzsteuern - kann jedoch nicht in jedem Fall gewährleistet werden.

Um zu vermeiden, dass vor Entscheidung über die beantragte Billigkeitsmaßnahme Abbuchungen vom Konto erfolgen, weist das Landesamt für Steuern Unternehmer und Gewerbetreibende darauf hin, dass in diesen Fällen bei der Übermittlung der Umsatzsteuervoranmeldung die Möglichkeit besteht, Kennziffer 26 auszuwählen. Hiermit kann ausnahmsweise ein bereits gewährter Lastschrifteinzug der Umsatzsteuer für diesen Zeitraum unterbunden werden.

Für Voranmeldungen anderer Zeiträume bleibt das ursprünglich erteilte SEPA-Lastschriftmandat bestehen.

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