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Unterstützung für mittelständische Unternehmen in Zeiten von Corona

ISB, Land und Bürgschaftsbank übernehmen Bürgschaften

Mainz, 16. März 2020. Die Ausbreitung des Corona-Virus bringt viele rheinland-pfälzische Unternehmen in Bedrängnis – daher unterstützt sie das Land über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) und die Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz GmbH mit 80-prozentigen Bürgschaften. Erste Ansprechpartner für die Unternehmen sind immer die Hausbanken, die sich dann an die Bürgschaftsbank beziehungsweise die ISB wenden, welche die Anfragen rasch und unbürokratisch bearbeiten.

Bürgschaften bis zu einer Höhe von 2,5 Millionen Euro werden ausschließlich von der Bürgschaftsbank vergeben ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Hotline 06131 62915-65). Die ISB ist für die Übernahme von Bürgschaften über 2,5 Millionen Euro zuständig ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Hotline 06131 6172-1333). Liquiditätsbedarf der Unternehmen kann darüber hinaus über Programmdarlehen und bei laufenden Finanzierungen über Tilgungsaussetzungen abgedeckt werden. Außerdem gibt es für alle Unternehmen die Möglichkeit, Hilfen der KfW (www.kfw.de) in Anspruch zu nehmen.

Unterstützung der rheinland-pfälzischen Wirtschaft durch Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz

Das Corona-Virus breitet sich immer weiter aus. Zur Unterstützung der Wirtschaft weiten die deutschen Bürgschaftsbanken mit Unterstützung von Bund und Ländern ihr Förderportfolio ab sofort aus.

Mainz, 13. März 2020 │ Die Zahl der Fälle von Menschen, die an dem Corona-Virus erkrankt sind, steigt täglich. Die Erkrankung übt jedoch nicht nur Druck auf das Gesundheitssystem aus, sondern auch auf die deutsche Wirtschaft. Viele Branchen stehen aufgrund fehlender Aufträge und ausbleibender Zahlungseingänge vor Liquiditätsproblemen.

Um der wirtschaftlichen Auswirkung der Pandemie entgegen zu wirken wurden im Rahmen der Bundespressekonferenz durch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Bundesfinanzminister Olaf Scholz Maßnahmen vorgestellt, die die deutsche Wirtschaft im Rahmen der Corona-Krise entlasten und unterstützen sollen. Die deutschen Bürgschaftsbanken spielen hierbei neben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine zentrale Rolle.

Neben der Erhöhung der Bürgschaftsobergrenze je Unternehmen von derzeit 1,25 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro soll den Bürgschaftsbanken durch Eigenkompetenzen eine schnellere Genehmigung ermöglicht werden.

Die Bürgschaftsbanken werden ihrerseits durch erhöhte Rückbürgschaften von Bund und Land unterstützt.

Die Rahmenbedingungen für die Vergabe von Bürgschaften bleiben im Übrigen gleich. Eine Nachverbürgung bereits gewährter Kreditmittel ist auch trotz der verbesserten Bedingungen nicht möglich.

„Wir empfehlen dringend die frühzeitige Erstellung einer Liquiditätsplanung und bei entsprechendem Bedarf eine frühzeitige Einbindung der Haus- und Bürgschaftsbank,“ so Torsten Eickhoff, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank, „denn bei drohender Insolvenz, insbesondere wegen Illiquidität, ist eine Kreditvergabe schon aus formalen Gründen nicht mehr möglich.“

Die Maßnahmen gelten ab sofort bis zunächst 31. Dezember 2020.

Das gemeinsame Pressemitteilung des BMWi und BMF inklusive des Maßnahmenpakets finden Sie hier. Die Pressemitteilung des Verbands deutscher Bürgschaftsbanken finden Sie hier.

Alle Informationen zu den geänderten Rahmenbedingungen und der Antragsstellung erhalten Sie unter www.bb-rlp.de oder direkt bei Ihrem Ansprechpartner.

10 Jahre „Die Unternehmerinnen“

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Starke Frauen ebnen neue Wege

„‘Die Unternehmerinnen‘ ebnen mit ihrem Verein neue Wege und sorgen dafür, dass Frauen sie auch erfolgreich gehen können. Sie unterstützen und motivieren sich gegenseitig und leben den Netzwerkgedanken.“ Mit diesen Worten hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer dem Verein „Die Unternehmerinnen“ in Bad Kreuznach zum zehnjährigen Bestehen gratuliert. Die Ministerpräsidentin ist Schirmherrin des Vereins.

Seit mehr als 70 Jahren stehe die Gleichberechtigung im Grundgesetz, dennoch gebe es bis heute Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern, bemängelte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Noch immer verdienen Frauen weniger als Männer. Und noch immer übernehmen Frauen den Löwenanteil an der Erziehungsarbeit und stecken beruflich zeitweise oder dauerhaft zurück.“ Das Elterngeld habe hier schon vieles verändert, dennoch komme Deutschland bei der Gleichstellung nur im Schneckentempo voran und belege beim EU-Gleichstellungsindex nur den 12. Platz.

Vor diesem Hintergrund lobte die Ministerpräsidentin die Unternehmerinnen als wichtige Vorbilder. „Sie alle mussten und müssen viele Hürden überwinden, um Ihre Unternehmen voranzubringen. Sie brennen für Ihre Geschäftsideen. Sie haben sich nicht unterkriegen lassen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellung in unserem Land und für unsere Wirtschaft.“ Die Landesregierung unterstütze die Arbeit des Vereins mit Förder- und Beratungsangeboten auch speziell für Frauen in der Wirtschaft. Hierzu zähle die Förderung von Gründerinnen und auch das Angebot von Unternehmerinnenmessen und des Unternehmerinnentags.

„Mit der Politik der Landesregierung wollen wir Selbständigen ganz klare Wege aufzeigen, um sich in der Geschäftswelt zu behaupten. Dazu gehört auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Um Unternehmern und Unternehmerinnen mehr Handlungsspielräume zu geben, ist die Bildung in Rheinland-Pfalz gebührenfrei – von der Kita bis zur Hochschule“, so die Ministerpräsidentin.

Heute sind rund ein Drittel aller Selbstständigen in Deutschland Frauen. Bundesweit werden mehr als 700.000 mittelständische Unternehmen von Frauen geführt, Tendenz steigend.

Leichter Rückgang der Industrieproduktion im Januar 2020

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im Januar 2020 leicht gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex um 0,6 Prozent unter dem Niveau von Dezember 2019.

In allen drei industriellen Hauptgruppen war der Output im Januar 2020 geringer als im Monat zuvor. Am stärksten fiel der Produktionsrückgang in der Investitionsgüterindustrie aus (minus 1,7 Prozent). In der Vorleistungsgüterindustrie und in der Konsumgüterindustrie gab es nur geringe Einbußen (jeweils minus 0,3 Prozent).

In zwei der drei umsatzstärksten Industriebranchen lag der Güterausstoß über dem Niveau des Vormonats. Im Maschinenbau, der zur Investitionsgüterindustrie gehört und unter den Industriebranchen an dritter Stelle steht, stieg die Produktion deutlich (plus 6,2 Prozent). Die Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die Branche mit dem höchsten Umsatz ist, steigerte ihre Ausbringung leicht um 0,3 Prozent. Kräftige Einbußen mussten hingegen die Hersteller von Kraftwagen- und Kraftwagenteilen hinnehmen, die zur Investitionsgüterindustrie zählen und gemessen am Umsatz die zweitgrößte Industriebranche bilden. Ihr Output schrumpfte um 11,2 Prozent.

Die Industrieproduktion war im Januar 2020 wesentlich geringer als ein Jahr zuvor (minus 8,2 Prozent). In der Investitionsgüterindustrie und in der Vorleistungsgüterindustrie ging die Ausbringung deutlich zurück, während sie in der Konsumgüterindustrie unverändert blieb. Im Maschinenbau lag der Güterausstoß auf dem Niveau des Vorjahresmonats. In den anderen beiden großen Branchen gab es starke Einbußen; ihr Output sank mit zweistelliger Rate.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Auftragseingänge der Industrie im Januar 2020 gestiegen

Im Januar 2020 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 1,7 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Während das Ordervolumen aus dem Inland sank (minus 3,5 Prozent), gingen aus dem Ausland deutlich mehr Bestellungen ein als im Dezember 2019 (plus fünf Prozent).

Die drei industriellen Hauptgruppen entwickelten sich unterschiedlich. Die Nachfrage nach Investitionsgütern stieg kräftig um 6,6 Prozent. Einen leichten Zuwachs gab es in der Vorleistungsgüterindustrie (plus 0,3 Prozent). In der Konsumgüterindustrie war das Ordervolumen hingegen rückläufig (minus 6,3 Prozent).

In den drei größten Industriebranchen lagen die bereinigten Auftragseingänge im Januar 2020 über dem Niveau des Vormonats. Die Chemieindustrie, die die umsatzstärkste Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist und zur Vorleistungsgüterindustrie zählt, verbuchte einen leichten Zuwachs (plus 0,7 Prozent). Bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die zur Investitionsgüterindustrie gehören und gemessen am Umsatz die zweitgrößte Branche des Verarbeitenden Gewerbes bilden, stieg das Ordervolumen stark um zwölf Prozent. Im Maschinenbau, der auch zur Investitionsgüterindustrie gehört und die drittgrößte Industriebranche ist, legten die Bestellungen ebenfalls um zwölf Prozent zu.

Die Nachfrage nach Industrieprodukten aus Rheinland-Pfalz lag im Januar 2020 unter dem Niveau des Vorjahresmonats (minus 2,5 Prozent). Während die Bestellungen im Inland niedriger ausfielen (minus 10,6 Prozent), lief das Auslandsgeschäft besser als im Januar 2019 (plus 2,8 Prozent). In der Vorleistungsgüter- und in der Konsumgüterindustrie gingen weniger Bestellungen ein als im Vorjahresmonat. Investitionsgüter wurden etwas stärker nachgefragt als ein Jahr zuvor. In der Chemiebranche und in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen lagen die Auftragseingänge unter dem Niveau von Januar 2019; im Maschinenbau gab es hingegen ein kräftiges Plus.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

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