Dienstag, 01. Dezember 2020

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Weinjahrgang 2019 verfehlt langjährigen Mittelwert um 5,4 Prozent

Die Wein ausbauenden Betriebe und Kellereien in Rheinland-Pfalz erzeugten aus der Traubenernte des Jahres 2019 rund 5,5 Millionen Hektoliter Wein und Most. Wie das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz in Bad Ems mitteilt, waren das knapp 18,3 Prozent (1,2 Millionen Hektoliter) weniger als im Vorjahr. Der zehnjährige Mittelwert wurde um 5,4 Prozent verfehlt. Im Jahr 2019 wurden 22 Prozent zu Prädikats-, 73 Prozent zu Qualitäts- und 5 Prozent zu Landwein ausgebaut.

Auf die Erzeugung von Weißweinen entfielen 68 Prozent (3,7 Millionen Hektoliter). Davon wurden 64 Prozent zu Qualitäts- und 30 Prozent zu Prädikatsweinen verarbeitet. Beim Rotwein wird ein deutlich höherer Anteil als Qualitätswein vermarktet; 2019 waren es 92 Prozent (1,6 Millionen Hektoliter). Insgesamt lag der Prädikatsweinanteil bei 22, der Qualitätsweinanteil bei 73 Prozent.

Mit 2,4 Millionen Hektolitern wurde 2019 im Weinanbaugebiet Rheinhessen im Rahmen der Weinmosternte bzw. Erhebung der Weinernte eine im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent reduzierte Menge eingefahren. Die Pfalz folgte mit 2,1 Millionen Hektolitern (minus 15 Prozent). An der Mosel, dem drittgrößten rheinland-pfälzischen Anbaugebiet, wurden 619.000 Hektoliter geerntet (minus 32 Prozent); an der Nahe waren es 339.000, an Ahr 33.000 und am Mittelrhein 22.000 Hektoliter. Von Rebflächen außerhalb der im Weinrecht festgelegten Weinanbaugebiete (Deutschweingebiete) wurden 2019 gut 3.100 Hektoliter geerntet (plus 32 Prozent).

Die Weinerzeugung basierte in Rheinland-Pfalz zu 99,8 Prozent auf landeseigenen Trauben. Lediglich 0,2 Prozent (11.000 Hektoliter) wurden außerhalb von Rheinland-Pfalz zugekauft. Landesintern werden vor allem von Betrieben mit Sitz im Anbaugebiet Mosel Trauben aus anderen rheinland-pfälzischen Anbaugebieten zugekauft. Elf Prozent der rheinland-pfälzischen Weinernte wurden an der Mosel eingefahren. Demgegenüber wurden 21 Prozent der rheinland-pfälzischer Weine in Betrieben dieses Anbaugebiets erzeugt.

Die Angaben basieren auf der sekundärstatistischen Auswertung der Weinerzeugungs- und Traubenerntemeldungen, die Bestandteil der bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz geführten EU-Weinbaukartei sind.
Deutschweingebiet: Rebflächen außerhalb der im Weinrecht festgelegten Weinanbaugebiete (Gebiete mit geschützter Ursprungsbezeichnung und Gebiete mit geschützter geographischer Angabe). Die deutschen bezeichnungsrechtlichen Vorschriften sind im Weingesetz, in der Weinverordnung und den jeweiligen Landesverordnungen der Weinbau treibenden Bundesländer geregelt.
geschützte geografische Angabe (g.g.A.) Landwein Rhein: Rebflächen innerhalb der im Weinrecht räumlich festgelegten Weinanbaugebiete (geschützte Ursprungsbezeichnung; g.U.), die unter Verwendung von Pflanzrechten aus anderen Weinanbaugebieten angepflanzt wurden.
Ein Hektoliter (hl) sind 100 Liter.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

Bauhauptgewerbe im Februar 2020:

Aufträge höher, Umsätze niedriger als im Vormonat

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Februar 2020 mehr Aufträge und niedrigere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stiegen die Auftragseingänge damit im Monat vor Beginn der Corona-Krise im Vergleich zum Januar 2020 – kalender- und saisonbereinigt – um 6,1 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz verringerte sich dagegen um 4,2 Prozent. Gegenüber den ersten beiden Monaten 2019 erhöhte sich das Ordervolumen um 3,4 Prozent und der Umsatz stieg um 5,9 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Januar 2020 übertrafen die bereinigten Auftragseingänge im Hochbau das Vormonatsergebnis um 22,8 Prozent. Im Tiefbau ging die Nachfrage dagegen um 7,1 Prozent zurück. Für den öffentlichen Hochbau sowie für den Wohnungsbau errechnen sich kräftige Auftragszuwächse (plus 42,5 bzw. plus 34,4 Prozent). Auftragseinbußen verzeichnete lediglich der Straßenbau (minus 15,1 Prozent). Gegenüber den ersten beiden Monaten 2019 wurden sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau Nachfragesteigerungen registriert (plus 4,4 bzw. plus 2,3 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Januar 2020 verringerten sich die bereinigten Erlöse sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau (minus 4,6 bzw. minus 3,8 Prozent). Mit Ausnahme des gewerblichen Hochbaus (plus 1,8 Prozent) gingen die Umsätze in allen Baubereichen zurück. Die stärkste Verschlechterung gab es im sonstigen öffentlichen Tiefbau (minus 10,1 Prozent). Im öffentlichen Hochbau sowie im Wohnungsbau gaben die Umsätze ebenfalls deutlich nach (minus 8,7 bzw. minus 8,3 Prozent). Gegenüber den ersten beiden Monaten 2019 erhöhten sich die baugewerblichen Umsätze sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau (plus 9,5 bzw. plus 2,2 Prozent).

Hinweis zu Pressemitteilungen mit Daten vor Corona

Das Statistische Landesamt veröffentlicht jährlich mehr als 200 Pressemitteilungen, die ein umfassendes Bild der Strukturen und Entwicklungen in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft liefern. Die Veröffentlichung der Zahlen erfolgt mit einigem zeitlichen Abstand zum Berichtszeitraum; denn das Einsammeln der Daten und ihre sorgfältige Aufbereitung nach wissenschaftlichen Grundsätzen kosten Zeit. Deshalb wird im Moment noch über Strukturen und Entwicklungen berichtet, die vor dem Beginn der Corona-Pandemie liegen. Das scheint in einer Situation, in der sich nahezu alle Lebensbereiche tiefgreifend verändern, befremdlich. Diese Zahlen haben jedoch eine wichtige Funktion; sie bilden die Grundlage für die Bewertung der Auswirkungen von Corona in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft. Deshalb veröffentlicht das Statistische Landesamt Pressemitteilungen mit Vor-Krisen-Ergebnissen. Aber wir arbeiten mit Hochdruck daran, um zum Beispiel die aktuellen Monatserhebungen in den Unternehmen aufzubereiten, die uns zeigen werden, welchen Schaden die Corona-Pandemie in der Wirtschaft angerichtet hat.

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen Staat, Soziales)

Keine Pressemeldung im April zur Inflationsrate in Rheinland-Pfalz

Aufgrund der Corona-Krise war eine Erhebung von Verbraucherpreisen in den Geschäften vor Ort im April nur eingeschränkt möglich. Da sich das Statistische Landesamt im April für einige Wochen im Notbetrieb befand, haben sich die Arbeiten für die Aufbereitung der Daten für den Verbraucherpreisindex zusätzlich verzögert. Daher veröffentlicht das Statistische Landesamt heute keine Pressemitteilung zum Verbraucherpreisindex.

Die verfügbaren Daten werden derzeit auf ihre Validität überprüft. Die Entscheidung, mit welchen methodischen Einschränkungen Zahlen für den April veröffentlicht werden, wird noch einige Tage in Anspruch nehmen.

Die Preise der Waren und Dienstleistungen, die nicht vor Ort erhoben werden konnten, werden durch Fortschreibungen und Berechnungen anhand typischer, z. B. saisonaler Verläufe, sowie Online-Erhebungen ersetzt. Die Veröffentlichungen zur der Entwicklung des Verbraucherpreisindex werden so angepasst, dass die qualitativen Einschränkungen, die sich dadurch ergeben, transparent werden.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat Unternehmensregister, Verdienste, Preise)

Arbeiten im Privathaushalt in Zeiten von Corona

Die Minijob-Zentrale informiert

  • Auch im Privathaushalt gilt der Mindestabstand
  • Wenn Haushaltshilfe oder Arbeitgeber in Quarantäne gehen müssen – die Erstattung der Kosten können im Entschädigungsfall nach dem IfSG bei den Gesundheitsbehörden in den Bundesländern beantragt werden
  • Überschreiten der Entgeltgrenze - während der Corona-Krise greift eine Sonderregelung

Arbeiten im Privathaushalt weiterhin erlaubt

Aufgrund der Corona-Pandemie gilt in Deutschland derzeit eine Kontaktsperre. Der Weg zur Arbeit und das Arbeiten selber sind jedoch grundsätzlich erlaubt. Einschränkungen gibt es derzeit nur für bestimmte Betriebe mit Publikumsverkehr. Arbeiten in Privathaushalten sind davon nicht betroffen. Minijobber dürfen ihre Arbeit also als Haushaltshilfe weiter ausüben. Aber auch dort gilt: Der Mindestabstand von 1,50 Meter von Mensch zu Mensch muss eingehalten werden, denn im Kampf gegen Corona kommt es darauf an, dass Erkrankte das Virus nicht weiterverbreiten.

Haushaltshilfe oder Arbeitgeber müssen in Quarantäne – was nun?

Für Menschen, die Kontakt zu Erkrankten hatten, können Behörden – in der Regel die jeweiligen Gesundheitsämter – eine häusliche Quarantäne anordnen. Wenn die Haushaltshilfe ihrer Arbeit nicht nachgehen kann, weil sie in Quarantäne muss, hat sie Anspruch auf Fortzahlung ihres Verdienstes. Sofern ein öffentlich rechtlicher Entschädigungsanspruch nach dem  Infektionsschutzgesetz (IfSG) besteht, werden dem Arbeitgeber diese Kosten auf Antrag von der zuständigen Gesundheitsbehörde erstattet.

Im umgekehrten Fall – nicht die Haushalthilfe, sondern der Arbeitgeber muss in Quarantäne – gilt die sogenannte Betriebsrisikolehre. Diese besagt, dass der Arbeitgeber weiter zur Zahlung des Verdienstes verpflichtet ist, wenn die Haushaltshilfe arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, aber aus bestimmten Gründen – in diesem Fall einer Quarantäne-Maßnahme im Haushalt des

„Die Pressemitteilung erscheint zum kostenlosen Abdruck. Bei Veröffentlichung sind wir für Übersendung eines Belegexemplares dankbar.“

Arbeitgebers – nicht arbeiten kann. Die Haushaltshilfe bekommt also ihren Verdienst, auch wenn sie nicht arbeitet. Wenn der Arbeitnehmer selbst vom Gesundheitsamt nicht isoliert wird, wird in diesem Fall auch keine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz geleistet. Weil aber weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer den Arbeitsausfall zu vertreten haben, können sie sich z. B. darauf verständigen, dass die Arbeitsstunden nach Beendigung der Quarantäne nachgeholt werden.

Sonderregelung beim Überschreiten der Entgeltgrenze

Nun kann es in Zeiten der Corona-Pandemie auch sein, dass die Haushaltshilfe öfter als normalerweise benötigt wird, zum Beispiel um für Risikopatienten auch noch den Einkauf zu erledigen.  Aufgrund der Corona-Krise gibt es für Minijobber zurzeit eine Sonderregelung: Diese besagt, dass ein gelegentliches, nicht vorhersehbares bzw. unerwartetes Überschreiten der monatlichen Entgeltgrenze in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober 2020 ausnahmsweise bis zu fünfmal zulässig ist.

Weitere Hintergrundinformationen zu diesen oder weiteren Themen rund um die CoronaPandemie und Minijobs finden Sie auf www.minijob-zentrale.de

Weitere Informationen auch auf dem Blog der Minijob-Zentrale: www.blog.minijob-zentrale.de/

„Wir machen weiter“

Digitale Aktionstage zur landwirtschaftlichen Arbeit in Corona-Zeiten

Berlin/Koblenz. Heute startet der Deutsche Bauernverband zusammen mit seinen Landesbauernverbänden eine digitale Aktionswoche. „Wir machen weiter“ soll unterstreichen, dass die deutsche Landwirtschaft auch in dieser besonderen Situation ihrer Verantwortung für die Versorgung der Bevölkerung mit sicheren und hochwertigen Lebensmitteln gerecht wird. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, unterstützt die Aktion, da die Bäuerinnen und Bauern während der Aktionstage über die sozialen Netzwerke Einblicke in ihre Arbeit zeigen: „Informationen, Videobotschaften und Chats verbinden die Menschen und klären über die berufliche und private Lebensumwelt der Bauernfamilien auf. Das ist eine gute Sache.“

Unter dem Hashtag #wirmachenweiter erläutern Bäuerinnen und Bauern was die Landwirtschaft ausmacht und begeistern gleichzeitig für ihren Beruf. Horper: „Nur eine starke Landwirtschaft hat die Kraft die eigene Bevölkerung mit ausreichenden und gesunden Lebensmitteln zu versorgen. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst.“

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