Dienstag, 01. Dezember 2020

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Hilfe für die Landwirte in Coronakrise:

Zeitgrenzen für kurzfristige Minijobs werden ausgeweitet

· Erntehelfer aus anderen Ländern können nicht einreisen
· Landwirtschaft steht vor großen Problemen
· Anhebung der Zeitgrenzen für Saisonarbeiter von drei auf fünf Monate

Kurzfristige Minijobs sind gerade in der Landwirtschaft beliebt. Auch hier sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren: Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer  aus angrenzenden Ländern können ihre kurzfristige Beschäftigung in Deutschland nicht aufnehmen. Die Landwirtinnen und Landwirte wissen nicht, wie sie ihre Ernte, etwa Erdbeeren, Spargel oder anderes Gemüse, einfahren sollen.

Die Zeitgrenzen für kurzfristige Minijobs werden von drei auf fünf Monate bzw. von 70 auf 115 Arbeitstage angehoben. Diese Regelung gilt übergangsweise für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 und ermöglicht den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern so einen längeren Einsatz der noch zur Verfügung stehenden Saisonarbeitnehmer und Saisonarbeitnehmerinnen.

Im Unterschied zum „normalen“ 450-Euro-Minijob dürfen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei einem kurzfristigen Minijob mehr als 450 Euro monatlich verdienen. Wichtig dabei ist, dass die Arbeit, wie beispielsweise bei Erntehelferinnen und Erntehelfern, zeitlich begrenzt ist. Um gerade die Landwirte und Landwirtinnen in der Coronakrise wirkungsvoll zu unterstützen, werden diese Zeitgrenzen jetzt angehoben. Aber auch alle anderen Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen profitieren von dieser Regelung, wie beispielsweise Krankenhäuser, die Ärzte und Ärztinnen im Ruhestand befristet einstellen möchten. Wichtig ist nach wie vor, dass die Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeübt wird. Schüler, Schülerinnen, Studenten und Studentinnen, Hausfrauen, Hausmänner, Altersvollrentner und Altersvollrentnerinnen, Pensionäre und Pensionärinnen eignen sich für kurzfristige Beschäftigungen besonders, weil sie grundsätzlich nicht berufsmäßig beschäftigt sind.

Weitere Hintergrundinformationen zu diesem oder anderen Themen rund um die Corona-Pandemie und Minijobs finden Sie auf www.minijob-zentrale.de

Lastschrifteinzug bei der Umsatzsteuervoranmeldung vermeiden

Erleichterungen für von Corona betroffene Unternehmen

Die rheinland-pfälzischen Finanzämter führen bei infolge der Corona-Krise gestellten Anträgen auf Stundung und Vollstreckungsaufschub zur Umsatzsteuer derzeit keine strengen Prüfungen der Voraussetzungen durch.

Eine zeitnahe Abarbeitung der Vielzahl der Anträge - noch vor dem nächsten fälligen Lastschrifteinzug der Umsatzsteuern - kann jedoch nicht in jedem Fall gewährleistet werden.

Um zu vermeiden, dass vor Entscheidung über die beantragte Billigkeitsmaßnahme Abbuchungen vom Konto erfolgen, weist das Landesamt für Steuern Unternehmer und Gewerbetreibende darauf hin, dass in diesen Fällen bei der Übermittlung der Umsatzsteuervoranmeldung die Möglichkeit besteht, Kennziffer 26 auszuwählen. Hiermit kann ausnahmsweise ein bereits gewährter Lastschrifteinzug der Umsatzsteuer für diesen Zeitraum unterbunden werden.

Für Voranmeldungen anderer Zeiträume bleibt das ursprünglich erteilte SEPA-Lastschriftmandat bestehen.

Analyse zur Wirtschaft in Rheinland-Pfalz 2019

Analyse zur Wirtschaft in Rheinland-Pfalz 2019

Die rheinland-pfälzische Wirtschaft konnte 2019 die positive Entwicklung der zurückliegenden Jahre nicht fortsetzen. Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat jetzt die Analyse zur Wirtschaft im vergangenen Jahr vorgestellt. Darin wird ausführlich die Entwicklung in den Bereichen Industrie, Baugewerbe, Landwirtschaft und Dienstleistungen beschrieben. Weitere Kapitel beleuchten den Außenhandel, den Arbeitsmarkt und die Preisentwicklung.

Die wichtigsten Eckpunkte werden auf einer Sonderseite kurz beschrieben. Die Analyse steht als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.

Inflationsrate in Rheinland-Pfalz im März bei plus 1,4 Prozent

Der Verbraucherpreisindex lag in Rheinland-Pfalz im März 2020 um 1,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems fiel die Inflationsrate damit wesentlich niedriger aus als im Februar 2020, als sie bei plus 1,8 Prozent gelegen hatte.

Die Entwicklung der Energiepreise wirkte dämpfend auf die Teuerung. Energie war im März 2020 im Durchschnitt um 0,9 Prozent billiger als ein Jahr zuvor. Der Grund dafür sind Preisrückgänge bei Mineralölprodukten, die sich binnen Jahresfrist um 7,9 Prozent verbilligten. Sowohl die Preise für Heizöl (einschließlich Umlage) als auch die Kraftstoffpreise lagen unter dem Niveau des Vorjahresmonats (minus 15,4 bzw. minus 4,6 Prozent). Für Strom mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher allerdings wesentlich mehr bezahlen als im März 2019 (plus 6,7 Prozent). Die Preise für Gas (einschließlich Umlage) und Fernwärme erhöhten sich ebenfalls (plus 3,5 bzw. plus 2,3 Prozent).

Nahrungsmittel waren im März 2020 merklich teurer als ein Jahr zuvor (plus 3,3 Prozent). Die Preisentwicklung bei den einzelnen Warengruppen verlief sehr unterschiedlich: Besonders stark stiegen die Preise für Fleisch und Fleischwaren (plus 9,1 Prozent). Vor allem für Schweine- und Rindfleisch mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher tiefer in die Tasche greifen (plus 11,0 bzw. plus 6,1 Prozent). Aber auch die Preise für Obst zogen binnen Jahresfrist deutlich an (plus 5,6 Prozent). Zum Beispiel verteuerten sich Weintrauben um 15,6 und Äpfel um 12,1 Prozent. Alle diese Entwicklungen sind allerdings bereits seit mehreren Monaten zu beobachten und nicht auf kurzfristige Nachfragesteigerungen im Zuge der Corona-Krise zurückzuführen. Preisrückgänge gab es bei Speisefetten und Speiseölen sowie bei Kaffee, Tee und Kakao, die im Durchschnitt 6,3 bzw. 3,6 Prozent billiger angeboten wurden als im Vorjahresmonat.

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, belief sich im März auf plus 1,5 Prozent. Sie war etwas niedriger als im Februar (plus 1,6 Prozent).

In zehn der zwölf Abteilungen lagen die Preise über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die stärksten Preissteigerungen gab es in der Abteilung „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ (plus 3,0 Prozent). Dahinter folgt mit plus 2,5 Prozent der Bereich „Andere Waren und Dienstleistungen“, zu dem unter anderem Dienstleistungen sozialer Einrichtungen wie die ambulante und stationäre Pflege gehören. In der Abteilung „Post und Telekommunikation“ sank das Preisniveau um 0,5 Prozent, da die Preise für Telefone und andere Geräte der Kommunikation deutlich zurückgingen (minus 7,1 Prozent).

Veränderungen gegenüber Februar 2020
Gegenüber dem Vormonat blieb der Verbraucherpreisindex im März 2020 nahezu unverändert (minus 0,1 Prozent). Deutliche Preisrückgänge gab es im Bereich „Verkehr“ (minus 1,7 Prozent), da sich die Kraftstoffpreise stark verringerten (minus 6,1 Prozent). Dies könnte unter anderem mit globalen Nachfrageeinbußen auf dem Ölmarkt infolge der seit 2019 nachlassenden Weltkonjunktur und der Corona-Krise zusammenhängen. Die Kraftstoffpreise waren so niedrig wie zuletzt im Juli 2017. Außerdem war das Preisniveau in vier weiteren Abteilungen etwas niedriger als im Februar. Deutliche Preissteigerungen waren – wie gewöhnlich zu dieser Jahreszeit – im Bereich „Bekleidung und Schuhe“ zu verzeichnen (plus 3,4 Prozent).

Die Veränderung des Verbraucherpreisindexes (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 18 Preisermittlerinnen bzw. Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preise von 600 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sogenannte Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. In dieser Pressemitteilung wird die Veränderung des Gesamtindexes ohne Energie und Nahrungsmittel als Kerninflationsrate bezeichnet.
Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat März 2020 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 3. April 2020 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Wissing: Anträge für Zuschussprogramm können gestellt werden

Solo-Selbstständige, Freiberufler und Kleinunternehmen haben von diesem Montag an die Möglichkeit, Zuschüsse aus dem Sofortprogramm des Bundes zu beantragen. Das Antragsformular kann auf den Internetseiten der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB), des Wirtschaftsministeriums sowie den Industrie- und Handelskammern und den Handwerkskammern heruntergeladen werden. Die ausgefüllten Anträge nimmt ausschließlich die ISB entgegen. Dies hat Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing mitgeteilt.

„Wir wollen unsere Unternehmen, unsere Selbständigen und Freiberufler, die Arbeitsplätze, mithin das wirtschaftliche, soziale und kreative Potential unseres Landes schützen und bewahren. Mit dem Zuschuss können rund 140.000 Selbstständige und Kleinunternehmen die dringend benötigte Liquiditätshilfe erhalten“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing. Wissing dankte ISB und Kammern für die „sehr gute Zusammenarbeit im Interesse der rheinland-pfälzischen Wirtschaft in dieser schwierigen Zeit“.

Die Antragsformulare können über die Internetseiten der ISB, des Wirtschaftsministeriums, den Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern heruntergeladen werden. Eingereicht werden kann der Antrag ausschließlich bei der ISB. Die Mitarbeiterzahl berechnet sich nach Vollzeitäquivalenten, nicht nach Köpfen.

Antragsberechtigt sind Solo-Selbstständige, Freiberufler sowie Unternehmen bis zu 10 Beschäftigten. Mit den Zuschüssen des Bundes soll akuter Liquiditätsbedarf bezogen auf drei Monate gedeckt werden. Unternehmen bis zu 5 Beschäftigte können bis zu 9.000 Euro, Unternehmen über 5 bis 10 Beschäftigte können bis zu 15.000 Euro erhalten.

„Aus schon über 10.000 individuellen Beratungen wissen wir, dass die Corona-Krise 90 Prozent der regionalen Wirtschaft mit zum Teil drastischen Umsatzrückgängen und Liquiditätsengpässen trifft. Wir setzen darauf, dass Soloselbständigen und Kleinstunternehmen mit dem Bundeszuschuss rasch und unbürokratisch Soforthilfe geleistet wird. Die vier IHKs in Rheinland-Pfalz halten das Antragsformular auch auf ihren Homepages zum Download bereit und stehen ihren Mitgliedsbetrieben bei Fragen zur Antragsstellung mit den eingerichteten IHK-Hotlines zur Verfügung“, sagte Arne Rössel, Sprecher der IHKs in Rheinland-Pfalz.

Kurt Krautscheid, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz betonte: „Es gilt nun alle möglichen Ressourcen einzusetzen, um eine zügige Bearbeitung der Anträge und Auszahlung der Mittel an die Betriebe zu ermöglichen. Wir sind dem Land dankbar, dass es innerhalb kurzer Zeit gelungen ist, hierfür die Mittel bereitzustellen und die Infrastruktur aufzubauen. Für viele Unternehmen zählt hier jeder Tag.“

Wirtschaftsminister Wissing wies auch mit Blick auf Unternehmen mit über 10 Beschäftigten auf den ergänzenden „Zukunftsfonds Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz“ hin. „Wir ergänzen hier mit unbürokratisch zu vergebenden, günstigen Sofortdarlehen das Programm des Bundes auf sinnvolle Art und Weise und erweitern die Liquiditätshilfen für Unternehmen bis zu 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte Wissing. Die Sofort-Darlehen können über die Hausbanken beantragt werden.

Anträge nimmt ausschließlich die die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) per E-Mail, postalisch oder per Fax an. Die dafür E-Mail-Adresse lautet Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , die Faxnummer lautet 06131 6172-1159,Antragsformulare können heruntergeladen werden unter

www.isb.rlp.de

https://mwvlw.rlp.de/de/themen/corona/

https://www.pfalz.ihk24.de/

https://www.rheinhessen.ihk24.de/

https://www.ihk-koblenz.de/

https://www.ihk-trier.de/

sowie auf den Internetseiten der Handwerkskammern in Rheinland-Pfalz.

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