Montag, 06. Juli 2020

Letztes Update:09:19:04 AM GMT

region-rhein.de

Auftragseingänge der Industrie im Januar 2020 gestiegen

Im Januar 2020 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 1,7 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Während das Ordervolumen aus dem Inland sank (minus 3,5 Prozent), gingen aus dem Ausland deutlich mehr Bestellungen ein als im Dezember 2019 (plus fünf Prozent).

Die drei industriellen Hauptgruppen entwickelten sich unterschiedlich. Die Nachfrage nach Investitionsgütern stieg kräftig um 6,6 Prozent. Einen leichten Zuwachs gab es in der Vorleistungsgüterindustrie (plus 0,3 Prozent). In der Konsumgüterindustrie war das Ordervolumen hingegen rückläufig (minus 6,3 Prozent).

In den drei größten Industriebranchen lagen die bereinigten Auftragseingänge im Januar 2020 über dem Niveau des Vormonats. Die Chemieindustrie, die die umsatzstärkste Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist und zur Vorleistungsgüterindustrie zählt, verbuchte einen leichten Zuwachs (plus 0,7 Prozent). Bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die zur Investitionsgüterindustrie gehören und gemessen am Umsatz die zweitgrößte Branche des Verarbeitenden Gewerbes bilden, stieg das Ordervolumen stark um zwölf Prozent. Im Maschinenbau, der auch zur Investitionsgüterindustrie gehört und die drittgrößte Industriebranche ist, legten die Bestellungen ebenfalls um zwölf Prozent zu.

Die Nachfrage nach Industrieprodukten aus Rheinland-Pfalz lag im Januar 2020 unter dem Niveau des Vorjahresmonats (minus 2,5 Prozent). Während die Bestellungen im Inland niedriger ausfielen (minus 10,6 Prozent), lief das Auslandsgeschäft besser als im Januar 2019 (plus 2,8 Prozent). In der Vorleistungsgüter- und in der Konsumgüterindustrie gingen weniger Bestellungen ein als im Vorjahresmonat. Investitionsgüter wurden etwas stärker nachgefragt als ein Jahr zuvor. In der Chemiebranche und in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen lagen die Auftragseingänge unter dem Niveau von Januar 2019; im Maschinenbau gab es hingegen ein kräftiges Plus.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)