Dienstag, 26. Oktober 2021

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Talfahrt im Gastgewerbe hält an

Im Juli liegt der Umsatz des rheinland-pfälzischen Gastgewerbes erneut unter dem bereits niedrigen Umsatzniveau des Vorjahres. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems nahmen die Umsätze real, also um Preisveränderungen bereinigt, um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ab. Nominal bzw. bewertet in jeweiligen Preisen lag das Minus bei 4,9 Prozent.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das Gastgewerbe 2020 stark von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betroffen war. Zur besseren Einordnung ein Vergleich mit den Ergebnissen aus 2019: Gegenüber den Juliwerten 2019 verringerten sich die realen Umsätze um 22 Prozent (nominal: minus 17 Prozent).

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

Die Umsatzverluste betrugen im Beherbergungsgewerbe real 4,5 Prozent. In der Gastronomie, auf die zwei Drittel der Gastgewerbeumsätze entfallen, wurden 5,7 Prozent weniger Umsätze gegenüber dem Vorjahr erzielt. Diese Entwicklung ist auf die Umsatzeinbußen im umsatzstarken Segment der Restaurants, Cafés, Eissalons und Imbissstuben zurückzuführen (minus elf Prozent). Die Caterer und Erbringer von sonstigen Verpflegungsleistungen erwirtschafteten als einziger Bereich ein deutliches Plus von real gut 36 Prozent.

Beschäftigung

Die Zahl der Beschäftigten reduzierte sich um 3,4 Prozent im Vergleich zu Juli 2020.

Zeitraum Januar bis Juli

In den ersten sieben Monaten 2021 gingen die Umsätze des rheinland-pfälzischen Gastgewerbes im Vergleich zum Vorjahreszeitraum real um 33 Prozent zurück (nominal: minus 31 Prozent). Die Umsätze im Beherbergungsgewerbe reduzierten sich um real 38 und die in der Gastronomie um real 31 Prozent. Der Beschäftigungsstand war um knapp 18 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei rund 280 ausgewählten Gastgewerbeunternehmen in Rheinland-Pfalz. Die Angaben für Filialbetriebe von Hotel- und Restaurantketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten. Es liegen keine absoluten Werte sowie Regionalangaben vor. Bei zeitlichen Vergleichen ist der Berichtskreiswechsel im Berichtsmonat Februar 2021 zu beachten. Gleichzeitig ist die Unterteilung der Beschäftigten nach Voll- und Teilzeit entfallen.
Durch die Corona-Krise sind die Gastronomie und das Beherbergungsgewerbe wirtschaftlich außerordentlich beeinträchtigt. Da die Durchsetzbarkeit der Meldepflicht in dieser Situation eingeschränkt ist, liegt der Schätzanteil der fehlenden Statistikmeldungen über dem sonst üblichen Maß.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)